Abschluss gegen Freiburg Bayer ist am letzten Spieltag häufig Sieger

Leverkusen · Die Werkself hat vier ihrer vergangenen fünf Saisonfinals für sich entschieden. Ein Happy End sprang dabei nicht immer für Bayer 04 heraus. Gegen Freiburg können die Profis aus Leverkusen nun aber befreit aufspielen.

Routinier Julian Baumgartlinger – hier beim Jubel mit Jonathan Tah und Odilon Kossounou (v.l.) – wird am Samstag ebenso wie Sportgeschäftsführer Rudi Völler verabschiedet. Der Vertrag des 34-Jährigen läuft im Sommer aus.

Routinier Julian Baumgartlinger – hier beim Jubel mit Jonathan Tah und Odilon Kossounou (v.l.) – wird am Samstag ebenso wie Sportgeschäftsführer Rudi Völler verabschiedet. Der Vertrag des 34-Jährigen läuft im Sommer aus.

Foto: dpa/Uwe Anspach

Die Partie an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen den SC Freiburg hat für Bayer 04 sportlich keine große Bedeutung mehr. Platz drei ist bereits zementiert und die Qualifikation zur Königsklasse geschafft. Der Abschied von Sportgeschäftsführer Rudi Völler, der seinen Posten ab Sommer Simon Rolfes überlässt, steht im Vordergrund. Dass die sportlichen Fragen aus Bayer-Sicht bereits vor dem 34. Spieltag geklärt sind, war in den vergangenen Jahren nicht immer der Fall. Wir blicken auf die letzten fünf Saisonfinals zurück.

2017: Hertha BSC – Leverkusen 2:6. Den Klassenerhalt hatte die Werkself schon am Spieltag zuvor mit einem 2:2 im Derby gegen Köln klargemacht. Das Team von Interimscoach Tayfun Korkut konnte in der Hauptstadt ohne Druck spielen und führte bereits zur Pause mit 3:0 bei der noch ums internationale Geschäft kämpfenden Hertha. Kai Havertz (2), Chicharito, Joel Pohjanpalo, Charles Aránguiz und Stefan Kießling sorgten für einen versöhnlichen Abschied einer enttäuschenden Spielzeit, die Bayer auf Platz zwölf beendete.

2018: Leverkusen – Hannover 3:2. Coach Heiko Herrlich und seine Mannschaft lagen nach einem Doppelpack von Lucas Alario und einem Tor von Julian Brandt mit 3:0 gegen die Niedersachsen in Front, benötigten im Fernduell mit Dortmund um die Champions League aber weitere Treffer. Bayer warf in der Schlussphase alles nach vorne, wurde in der Nachspielzeit aber zwei Mal ausgekontert und beschloss die Saison auf Platz fünf. Vor der Partie hatten die Fans Kultstürmer Kießling in dessen letztem Einsatz mit einer stimmungsvollen Choreo einen gebührenden Abschied bereitet.

2019: Hertha BSC – Leverkusen 1:5. Das wohl erinnerungswürdigste Saisonfinale der Werkself in der jüngeren Vergangenheit. Durch einen Kantersieg im Olympiastadion krönte Leverkusen eine starke Aufholjagd im letzten Saisondrittel und zog somit noch vorbei an Gladbach auf Platz vier und damit in die Champions League ein. Alario gelang zum Abschluss der Spielzeit ein Dreierpack, zudem trafen Havertz und Brandt für die Elf von Trainer Peter Bosz.

2020: Leverkusen – Mainz 1:0. Ein Jahr später wehrte Gladbach den Angriff der Leverkusener auf Platz vier erfolgreich ab. Bayer erfüllte zwar dank eines frühen Treffers von Kevin Volland seine Pflicht, doch auch die Borussia gewann im Parallelspiel bei der Hertha.

2021: Dortmund – Leverkusen 3:1. Wie auch in der aktuellen Saison stand die Endplatzierung der Werkself 2020/21 bereits vor dem letzten Spieltag fest. Mit Interimscoach Hannes Wolf hatte es Bayer als Sechster die Europa League geschafft. In Dortmund lief Leverkusen früh einem Rückstand hinterher und lag kurz vor dem Spielende aussichtslos mit 0:3 zurück, als sich nach einem Foul an Patrik Schick noch einmal die Chance per Elfmeter bot, den Ehrentreffer zu erzielen. Lars Bender, der Sekunden zuvor für seinen Bruder Sven eingewechselt worden war, nutzte die Gelegenheit vom Punkt für sein 22. und letztes Tor als Profi.

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