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Bayer Leverkusen: Das Foul an Exequiel Palacios hat eine Vorgeschichte

Frakturen an der Lendenwirbelsäule : Das böse Foul an Bayers Palacios hat eine Vorgeschichte

Bayer Leverkusens argentinischer Nationalspieler Exequiel Palacios hat sich im WM-Qualifikationsspiel gegen Paraguay schwer verletzt. Der Mittelfeldspieler wurde brutal gefoult. Zwischen den Beteiligten gibt es eine Vorgeschichte auf dem Platz.

Länderspielpausen halten in diesem Jahr vor allem Hiobsbotschaften für die Werkself bereit. Der Kolumbianer Santiago Arias zog sich im Oktober gegen Venezuela einen Wadenbeinbruch sowie diverse Bänderverletzungen zu. Kapitän Charles Aránguiz kehrte mit einer Achillessehnenreizung aus Chile zurück und fällt seitdem aus. Nun hat es Exequiel Palacios böse erwischt. Der Mittelfeldspieler wurde bei Argentiniens 1:1 im WM-Qualifikationsspiel gegen Paraguay von Ángel Romero brutal gefoult und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Diagnose: Der 22-Jährige hat Frakturen an drei Querfortsätzen im Bereich der Lendenwirbelsäule erlitten und fällt monatelang aus.

Wie konnte das passieren? Bei einem Luftduell auf Höhe der Mittellinie hob Palacios ab, um an den Ball zu kommen. Romero, der wenige Minuten zuvor Paraguays 1:0 per Foulelfmeter erzielt hatte, sprang mit Anlauf und angewinkelten Knien in den Rücken des Leverkuseners – eine Aktion, mit der er mindestens billigend in Kauf nahm, seinen Gegenspieler schwer zu verletzen. Trotz Videobeweis sah der 28-Jährige nur die Gelbe Karte, während Palacios in einem Kart vom Platz und dann in eine Klinik gefahren werden musste.

In Argentinien wird spekuliert, dass der Bayer-Profi bis zu zehn Monate ausfallen könnte, der Werksklub geht aktuell von drei Monaten aus. So oder so ist es extrem bitter – vor allem für Palacios, der nach seinem Wechsel im Winter von River Plate Buenos Aires nach Leverkusen immer besser in Form zu kommen schien. Vorerst bleibt der 22-Jährige in Argentiniens Hauptstadt in Behandlung.

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„Exequiel ist in guten Händen, und unsere Ärzte halten engen Kontakt. Wir werden ihn schnellstmöglich nach Leverkusen holen, damit er seine Reha in unserer ‚Werkstatt’ durchführen kann, wo wir die besten Möglichkeiten für seine baldige Genesung haben“, sagte Sportdirektor Simon Rolfes. „Für uns, aber besonders für ihn, ist das ein harter Schlag.“

<aside class="park-embed-html"> <blockquote class="twitter-tweet"><p lang="es" dir="ltr">Todos: Que mala leche ese Ángel Romero, no puede irle así a Exequiel Palacios<br><br>Exequiel Palacios: <a href="https://t.co/j6erl9Lepu">pic.twitter.com/j6erl9Lepu</a></p>&mdash; RODRY (@RodryFlores_) <a href="https://twitter.com/RodryFlores_/status/1327050079417589761?ref_src=twsrc%5Etfw">November 13, 2020</a></blockquote> <script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script> </aside>
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In argentinischen Medien wird nun darüber spekuliert, ob das Foul von Romero gegen Palacios eine Revanche war. Zwischen den Beteiligten gibt es nämliche eine Vorgeschichte auf dem Platz. Palacios foulte am 9. Dezember 2019 Óscar, den Zwillingsbruder des Paraguayers. Dafür sah er wenige Minuten vor dem Abpfiff seines letzten Ligaspiels für River Plate gegen San Lorenzo, wo auch Ángelo Romero spielt, die Rote Karte. Die Sperre musste Palacios nach seinem Wechsel in der Bundesliga absitzen.