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Bayer Leverkusen: Abgang von Kai Havertz für Peter Bosz klar - auch Kevin Volland vor Wechsel

Bayer-Duo vor dem Absprung : Bosz plant ohne Havertz und Volland

Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz geht von einem Wechsel von Kevin Volland und Kai Havertz aus – und wünscht sich Verstärkung für die Offensive.

Am Montagvormittag hat Peter Bosz das Training mit der Werkself wieder aufgenommen – allerdings nur mit einer kleinen Gruppen. Weder die Nationalspieler noch der wegen eines Corona-Kontakts in Jamaika in Quarantäne weilende Leon Bailey oder der vor einem Wechsel zur AS Monaco stehende Kevin Volland waren dabei. In einer an die Einheit anschließende virtuelle Medienrunde äußerte sich Bayers 56-jähriger Chefcoach unter anderem zum Stand der Verhandlungen bei Kai Havertz, seinen Wünschen nach Verstärkung für die Offensive sowie die verkürzte Vorbereitungszeit. Peter Bosz über. . .

. . . die Zukunft von Kai Havertz und Kevin Volland: „Ich erwarte nicht mehr, dass Kai und Kevin zurückkommen. Es ist auch möglich, dass noch andere Spieler wechseln werden. Wir müssen auf jeden Fall noch Spieler dazuholen.“

. . . eine mögliche Rekordablöse von 100 Millionen Euro für Havertz: „Der Markt bestimmt den Preis. Es gibt Vereine und Menschen – in diesem Fall Roman Abramowitsch – die diese Summen zahlen können und wollen. Kai ist ja auch nicht der einzige Spieler, der zum FC Chelsea geht.“

. . . seine Wünsche an die Klubverantwortlichen um Sportdirektor Simon Rolfes, was Zugänge betrifft: „Ich habe ihnen ganz deutlich meine Wünsche mitgeteilt, sie hatten mich auch danach gefragt. Aber: Ich bin nur der Trainer. Ich bin nicht derjenige, der so etwas entscheidet.“

. . . Verstärkungen für die Offensive: „Wenn Kevin und Kai gehen, gehen mit ihnen mindestens 30 Tore und 30 Torvorlagen. Das sind 60 Scorerpunkte. Ich glaube, es ist klar, dass wir in diesem Bereich etwas machen müssen.“

. . . die Herausforderung, schnell ein neues Team zu formen: „Wir brauchen einen Kader, der es möglich macht, die Ziele zu erreichen. Das sind zwei Spieler, die im offensiven Bereich sehr wichtig waren. Aber so ist der moderne Fußball. Als Trainer liegt es in meiner Verantwortung, damit umzugehen.“

. . . eine ungewöhnliche Vorbereitungsphase: „Das ist die vierte oder fünfte Saisonvorbereitung in diesem Jahr, das ist schon fremd. Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass es trotzdem möglich ist. Der große Unterschied zu den vorherigen Vorbereitungen ist aber, dass der Kader dieses Mal noch nicht feststeht: Wer geht noch, wer kommt hinzu?“

. . . die verkürzte Vorbereitungszeit: „Wir haben nur zwei Wochen bis zum ersten Pflichtspiel im Pokal gegen Norderstedt. Im Normalfall hat man sechs Wochen Zeit, um sich auf eine neue Saison vorzubereiten, das ist aktuell unmöglich. Unser Vorteil ist, dass ich nicht neu, sondern schon seit anderthalb Jahren im Verein bin. Die meisten Spieler kenne ich schon. Deshalb ist es einfacher, unsere Spielweise einzustudieren.“

. . . seine Erwartungen für das Auftaktspiel in zwei Wochen gegen Eintracht Norderstedt: „Die Spieler hatten zwei Wochen Pause, die brauchten sie, da die Saison mit Pokalfinale und Europa League sehr anstrengend war. In diesen zwei Wochen ist aber auch nicht alles verlorengegangen. Diese Erfahrung haben wir schon beim letzten Mal gemacht. Die Spieler fangen nicht bei null an. Sie haben schon eine gewisse Grundkondition. Darauf bauen wir jetzt auf. Ich weiß, was ich von meinem Team in zwei Wochen erwarten kann, auch wenn noch nicht alle bei 100 Prozent sein werden.“

. . . Spekulationen um eine Zukunft als Nationaltrainer in den Niederlanden: „Ich habe gesagt, dass es wohl für jeden Holländer eine Ehre ist, Nationaltrainer zu sein. Das ist das höchste, was man in den Niederlanden erreichen kann. Im Fußball muss man schauen, wann der richtige Moment dazu ist. Das hat man nicht immer selbst im Griff.“

(sb)