Leverkusen: Bayer-Fans schreiben an Botschaft

Leverkusen: Bayer-Fans schreiben an Botschaft

Vertreter der Fans von Bayer 04 verlangen von den französischen Behörden eine detaillierte Aufarbeitung der Vorkommnisse rund um die Anreise vieler Leverkusener Anhänger am vergangenen Mittwoch zum Champions-League-Spiel nach Paris. Das geht aus einer Stellungnahme des Fanclub-Dachverbandes "NK12" hervor, den dieser nach Sammlung "unzähliger Erfahrungsberichte" verfasste.

Die NK 12 kündigte an, zudem ein Schreiben an die Deutsche Botschaft in Paris, die französische Botschaft in Berlin sowie an den Bürgermeister und den Polizeichef von Paris aufzusetzen, um darin die Vorwürfe darzulegen.

Konkret kritisiert die Leverkusener Fanszene ein völlig unangemessenes Verhalten der französischen Polizei bei Kontrollen der einreisenden Gästefans. "Sämtliche Zusammenarbeit, Kommunikation und Absprachen, die einen reibungslosen Ablauf der Tour ermöglichen sollten, wurden seitens der Französischen Behörden und Exekutive völlig außer Acht gelassen", schreibt die NK12. Die Rede ist von Repressalien seitens der französischen Polizei, von Schikane, von "mehreren Körperverletzungen", von Provokationen, Beleidigungen seitens der Polizisten und von deren Hinweis, man solle als Leverkusen-Fan nicht auf seine Bürgerrechte pochen.

Nach übereinstimmenden Berichten von Fans wurden vor allem die per Bus angereisten Bayer-Anhänger mehrfach kontrolliert und am Ende auf dem Parkplatz am Prinzenparkstadion bis zum Anpfiff festgesetzt. Entgleisungen der betroffenen Leverkusener Fans gab es nach Erkenntnissen von Bayer 04 nicht.

(klü)
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