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Bayer Leverkusen: Bayer auf der Brust wäre kein Erfolg

Bayer Leverkusen : Bayer auf der Brust wäre kein Erfolg

Bayer 04 und die zähe Suche nach einem Hauptsponsor. Je länger die Brust der Werkself leer bleibt, desto stärker drängt die Frage in den Vordergrund, ob nicht am Ende die simpelste wie sicherste Variante greifen solle, einfach wieder den Mutterkonzern auf den Trikots werben zu lassen. So verlockend diese Idee klingen mag, sie käme einem Misserfolg gleich. Und das gleich aus zwei Gründen.

1) Den Bayer-Schriftzug oder eines der Produkte der AG auf die Brust zu prangen, würde signalisieren, dass der Champions-League-Starter Bayer 04 es trotz der Zusammenarbeit mit einer Vermarktungsfirma nicht geschafft hat, einen externen Sponsor zu präsentieren, der in punkto Image und Finanzkraft zum Verein passt. Das wäre fatal. Wer anführt, der VfL Wolfsburg werbe als Werksclub doch auf dem Trikot auch für VW , lässt außer Acht , dass VW dort — anders als in Leverkusen — kein Teil des Vereinsnamens ist.

2) Die Rückkehr der Bayer AG aufs Trikot würde zudem die Frage aufwerfen: Geschieht dies im Rahmen der regulären Saisonzuwendung von 25 Millionen Euro oder zahlt der Konzern die knapp sechs Millionen Euro, die der Verein über seine Brust zusätzlich erlösen wollte, oben drauf? Die erste Variante würde für Bayer 04 ein Minusgeschäft von sechs Millionen Euro bedeuten, die zweite würde alle Bayer-Sportler jenseits des Fußballs erzürnen, deren Vereinen die AG aus Kostengründen die Zuwendungen gekürzt hat oder noch kürzt.

Dass man sich in der Chefetage der BayArena nach dem Eigentor mit TelDaFax und der kurzlebigen Partnerschaft mit SunPower bei der Wahl des nächsten Sponsors Zeit lässt, ist verständlich. Dass am Ende dieser Suche jedoch kein Treffer steht, wäre kaum positiv zu verkaufen.

(RP)