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Bayer Leverkusen: Bayer 04 räumt alle Turbulenzen beiseite

Bayer Leverkusen : Bayer 04 räumt alle Turbulenzen beiseite

Beim heutigen Champions-League-Spiel in Donezk peilt die Werkself den dritten Sieg in Folge in der Königsklasse an.

Man kann Bayer 04 wahrlich nicht vorwerfen, dass sie im Vorfeld des heutigen Champions-League-Spiels in Donezk nicht in den verschiedensten Bereichen versucht hätten, etwaige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. So hatten die Betreuer nach den Erfahrungen von der letzten Ukraine-Reise — Torhüter Bernd Leno hatte im November 2012 seinen Reisepass vergessen und später über Umwege nach Charkow nachreisen müssen — die Ausweisdokumente aller Spieler bereits am Sonntag eingesammelt. Und selbst der Flugkapitän des Air-Berlin-Charters AB 1004 flog nach eigener Aussage extra auf einer Reiseflughöhe von knapp 11 000 Metern und damit höher als geplant. "Das kostet uns zwar fünf Minuten, aber wir gehen damit auch Turbulenzen besser aus dem Weg", tönte es aus dem Cockpit.

Turbulenzen sportlicher Natur will die Werkself heute Abend (20.45 Uhr/Live-Ticker) bei Schachtjor Donezk ebenfalls erst gar nicht erst aufkommen lassen. Stattdessen will man mit einem überzeugenden Auftritt das 0:1 von Braunschweig in die Schublade mit den einmaligen Ausrutschern packen. "Wenn man oft verloren hat und dann einmal gewinnt, ändert ein einziger Sieg nicht alles. Und genauso ist es auch umgekehrt", sagte Kapitän Simon Rolfes. Leverkusens Torjäger in der Champions League — drei Tore in drei Spielen — erwartet einen offensiveren Gegner als noch vor zwei Wochen in der BayArena, als die Werkself beim 4:0 wenig Mühe mit lustlosen Ukrainern hatte. "Es könnte uns sogar entgegenkommen, dass sie offensiver zu Werke gehen müssen", sagt Rolfes. Und sein Sportdirektor Rudi Völler fügt hinzu: "Wir haben den Vorteil, dass sie gewinnen müssen."

Gewiss kein Vorteil erwächst der Werkself daraus, dass Stefan Reinartz wegen anhaltender Probleme an der Ferse erst gar nicht mitgeflogen ist. Genauso wie Ersatztorhüter Andres Palop übrigens, dem Wadenprobleme zu schaffen machen. Emir Spahic steht dagegen im Kader, und die Physiotherapeuten arbeiten mit Hochdruck daran, die Rückenprobleme des Bosniers so weit in den Griff zu bekommen, dass er spielen kann. "Wir müssen in jedem Fall gucken, dass wir eine andere Leistung auf den Platz bringen als am Samstag", sagt Philipp Wollscheid.

Mit einem Dreier in der Donbass-Arena hätte Bayer erstmals seit dem großen Europapokal-Jahr 2002 wieder drei Partien in Folge in der Königsklasse gewonnen. Schachtjor seinerseits siegte vor mehr als 30 Jahren zuletzt daheim gegen einen Bundesligisten: 1:0 hieß es in der Saison 1980/1981 gegen Eintracht Frankfurt im Uefa-Pokal. Nachdem Bayer 04 Braunschweig schon den ersten Bundesligasieg seit 1985 beschert hat, dürfte man die zweifelhafte Rolle des Serien-Beenders indes nicht gleich ein zweites Mal einnehmen wollen.

(RP)