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Bayer 04 Leverkusens nächster Gegner Werder Bremen im Check

Bremen im Gegnercheck : Werder steht nach Talfahrt unter Erfolgsdruck

Werder Bremen hat sieben Ligaspiele in Serie verloren. Mut macht der beherzte Auftritt im Pokalhalbfinale gegen Leipzig – und die Stärke bei der Verwertung der allerdings selten herausgespielten Großchancen.

Die Mannschaft Das Team von Trainer Florian Kohfeldt, der zuletzt vor dem Aus stand, nun aber nach dem starken Pokalfight gegen RB Leipzig (1:2) vorerst doch in Bremen weitermachen darf, hat kaum ernsthafte Verletzungen zu beklagen. Der ehmalige Leverkusener Ömer Toprak muss mit einem Faserriss in der Wade passen, die Ausfälle von Ersatzkeeper Luca Plogmann (Ruptur der Patellarsehne) und Nick Woltemade (Außenbandanriss) fallen kaum ins Gewicht. Doch einige Stammkräfte sind von kleineren und größeren Blessuren geplagt. Der Einsatz von Marko Friedl (Prellung am Becken) ist fraglich, bei Jean Manuel Mbom (Innenbandzerrung) unwahrscheinlich. Auch Yuya Osako trainierte zuletzt nur individuell. Und Milot Rashica, der zum Ende des Transferfensters im vergangenen Sommer beinahe zur Werkself gewechselt wäre, verpasste das Halbfinale im Pokal mit muskulären Problemen. Ob er am Samstag spielen kann, ist offen.

Die Form Die Last-Minute-Niederlage gegen Leipzig tut natürlich weh. In beinahe letzter Sekunde der Nachspielzeit erzielte Emil Forsberg den entscheidenden Treffer, der die Sachsen ins Endspiel brachte. Doch die Bremer überzeugten kämpferisch und sicherten so vorerst den Job ihres Trainers. Denn in der Liga sieht es seit Wochen ziemlich finster für Werder aus. Nur einen Sieg gab es aus den vergangenen zehn Spielen raus (2:1 gegen Frankfurt), dazu gab es ein Remis (1:1 in Köln) und acht Niederlagen. Die Horror-Bilanz führte Bremen direkt in den Tabellenkeller. Mit 30 Punkten auf dem Konto ist die Abstiegsgefahr akut – nur die bessere Tordifferenz im vergleich zu Bielefeld verhindert das Abrutschen auf den Relegationsplatz.

Darauf muss Bayer 04 achten Im K.o.-Spiel gegen Leipzig überzeugte Bremen mit Laufstärke und Kampfeswillen. Gelingt es, diese Energie in die letzten drei Ligaspiele zu übertragen, sollte es jeder Gegner schwer haben – auch die Werkself. Zudem ist Werder überdurchschnittlich effektiv in der Verwertung der allerdings seltenen Großchancen. Dafür sorgen Josh Sargent, Niclas Füllkrug oder Davie Selke, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen. (dora)