Bayer 04 Leverkusens nächster Gegner Lokomotive Moskau im Check

Bayers nächster Gegner im Check : Lokomotive Moskau hat seine Durststrecke überwunden

Bayer trifft am Dienstag in der Champions League auf Lokomotive Moskau. Das Hinspiel ging mit 2:1 an den russischen Pokalsieger und Tabellenzweiten, der nach zuvor sechs Pflichtspielen ohne Sieg nun wieder ein Erfolgserlebnis in der Liga feiern konnte.

Die Mannschaft Benedikt Höwedes ist aus deutscher Sicht der prominenteste Spieler im Lok-Kader. Der 2014er-Weltmeister, der 2018 von Ex-Sportdirektor Erik Stoffelshaus (zuletzt in Köln im Gespräch) nach Moskau geholt worden war, hat einen festen Platz in der Innenverteidigung. Beim 2:1-Erfolg im Hinspiel traf er sogar – allerdings ins eigene Tor. Neben dem 31-Jährigen verteidigt in der Regel Vedran Corluka, der 2012 in einem halben Jahr acht Pflichtspiele für die Werkself bestritt. Der Kroate ist Kapitän des dreimaligen russischen Champions, musste zuletzt beim mühsamen 3:2 beim Abstiegskandidaten FK Tambow aber angeschlagen ausgewechselt werden. Sein Einsatz ist daher fraglich. Gleiches gilt für den Ex-Schalker Jefferson Farfan sowie den Brasilianer Joao Mario, der im Hinspiel im September zu den gefährlichsten Akteuren gezählt hatte.

Die Form Der Arbeitssieg am vergangenen Freitag war für die Moskauer das Ende einer Negativserie. Sechs Pflichtspiele hatte die Mannschaft von Trainer Juri Sjomin zuvor nicht gewonnen. Der Mannschaft macht derzeit die angespannte personelle Situation zu schaffen. In der Champions League hat Lokomotive, das wie Bayer bislang nur drei Punkte vorzuweisen hat, nur noch theoretische Chancen auf den Sprung ins Achtelfinale.

Darauf muss Bayer 04 achten Der polnische Nationalspieler Grzegorz Krychowiak ist in guter Verfassung und traf gegen Tambow doppelt. Mit acht Toren ist der defensive Mittelfeldspieler sogar der beste Schütze der Russen. Zudem könnte die Temperatur eine Rolle spielen: Für Dienstagabend sind in der russischen Hauptstadt minus fünf bis acht Grad Celsius angesagt. Der derzeitige Tabellenzweite der russischen „Premier League" dürfte sich damit aus Gewohnheit besser zurechtfinden als der Bundesligist aus dem vergleichsweise milden Rheinland. (mol-)