1. Sport
  2. Fußball
  3. Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusens Jonathan Tah betont: "Das ganze Land schaut auf uns"

Jonathan Tah betont vor Neustart : „Das ganze Land schaut auf uns“

Der Innenverteidiger von Bayer 04 Leverkusen spricht im Vorfeld der Partie in Bremen über Geisterspiele sowie das Hygienekonzept der Deutschen Fußball-Liga. „Wir müssen die Situation akzeptieren, wie sie ist“, sagt er.

Wenn die Werkself nach rund neun Wochen Zwangspause am Montag (20.30 Uhr) in Bremen ihr erstes Pflichtspiel bestreitet, wird es eine Rückkehr auf den Rasen mit vielen Neuerungen. Zuschauer werden nicht im Stadion sein, Coach Peter Bosz darf statt bisher drei nun bis zu fünf Spieler einwechseln und beim Torjubel sind Umarmungen ab sofort tabu. Auch Bayers Nationalspieler Jonathan Tah ist sich bewusst, dass es eine Fortsetzung des Spielbetriebs unter außergewöhnlichen Umständen wird. „Niemand von uns hat je zuvor so etwas erlebt. Wir versuchen, das so positiv wie möglich zu gestalten und müssen die Situation akzeptieren, wie sie ist“, sagte er am Donnerstag in einer virtuellen Medienrunde.

Allen Widrigkeiten zum Trotz zeigte sich der 24-Jährige aber auch glücklich, schon bald wieder seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen zu können. „Es ist gut, dass wir zu dem Punkt gekommen sind, an dem es wieder losgeht“, betonte er. Wenn der Ball wieder rolle und es um Punkte gehe, werde auch die Stimmung „ins Positive kippen“, sagte Tah, merkte aber zugleich an: „Wir haben eine große Verantwortung. Das ganze Land schaut auf uns – auch die Kritiker.“ Der Innenverteidiger fühle sich mit dem durch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) erstellten Hygienekonzept sowie dessen Umsetzung sicher und habe „ein gutes Gefühl“. Jeder Spieler mit Bedenken habe diese äußern dürfen und sei auf „offene Ohren“ gestoßen. „Im Großen und Ganzen sind alle zufrieden mit dem Konzept.“

Jetzt gelte es, die Spannung „so hoch wie möglich“ zu bekommen und beim Vorletzten drei Punkte mitzunehmen. Ein Selbstläufer werde es aber nicht, erläuterte Tah. „Bremen hat eine gute Mannschaft mit guten Konterspielern. Wir dürfen sie nicht unterschätzen.“ Es sei schwierig, den Fitnesszustand des Gegners einzuschätzen – den kenne aktuell niemand. Bis vergangene Woche durften die Hanseaten nur in Vierergruppen trainieren. Mit acht Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz steht das Team von Trainer Florian Kohfeldt vor dem Neustart zudem mit dem Rücken zur Wand.

Während Bayers Profis noch bis Sonntag täglich zwischen ihrem Quarantäne-Hotel in Wermelskirchen und dem Trainingsgelände an der BayArena pendeln, hat die DFL inzwischen die Spieltage 27 bis 29 terminiert. Demnach muss der Werksklub kommende Woche Samstag (15.30 Uhr) bei Borussia Mönchengladbach antreten. Am darauffolgenden Dienstag bestreitet Leverkusen dann sein erstes Geisterspiel in der BayArena gegen Wolfsburg (20.30 Uhr) und ist am Freitag, 29. Mai, 20.30 Uhr, beim SC Freiburg gefordert.