Bayer 04 Leverkusens Gebot: Bloß kein Fehlstart gegen Paderborn

Bayers oberstes Gebot : Bloß kein Fehlstart gegen Paderborn

Die vergangenen drei Spielzeiten begannen stets mit einer Niederlage für die Werkself. Diese Serie soll am Samstag gegen den SC Paderborn enden. Kevin Volland warnt indes davor, den Aufsteiger zu unterschätzen.

Auftaktspiele in der Liga – das war in den vergangenen drei Jahren stets ein zweifelhaftes Vergnügen für Fans von Bayer 04. Nicht nur, dass sie immerzu Auswärtsreisen auf sich nehmen mussten, die Partien in Mönchengladbach (0:2), München (1:3) und wieder Mönchengladbach (1:2) gingen auch noch jeweils verloren. Und die Werkself war anschließend in der unglückseligen Situation, einen Rückstand aufholen zu müssen. Doch in dieser Saison soll alles besser werden – und die Voraussetzungen dafür sind günstig. 

Zum einen tritt die Mannschaft von Trainer Peter Bosz am ersten Spieltag endlich wieder im eigenen Stadion an, zum anderen hält der Spielplan im SC Paderborn einen Gegner bereit, der ohne Weiteres der Kategorie „schlagbar“ zugeordnet werden kann – zumindest, wenn man sich als Klub definiert, der zu den besten vier Mannschaften des Landes zählt. Kevin Volland warnt trotzdem davor, den ersten Spieltag mit Übermut oder gar Leichtsinn anzugehen. Im Vergleich zum 4:1 beim Regionalligisten Alemannia Aachen müssten er und seine Teamkollegen „noch eine Schippe drauflegen“, sagte der Angreifer nach dem Sieg in der ersten Runde und betonte: „Bundesligafußball ist nochmal ein anderes Niveau.“

Das ist freilich richtig, aber ein flüchtiger Blick auf die sich am Samstag gegenüberstehenden Kader reicht, um eine haushohe Favoritenrolle für Leverkusen zu erkennen. Alleine Rekordzugang Kerem Demirbay, der für 32 Millionen aus Hoffenheim an den Rhein wechselte, hat einen deutlich höheren Marktwert als der Kader der Ostwestfalen insgesamt. „Wir haben eine sehr gute Truppe und können immer noch was von der Bank nachlegen. Das ist natürlich ein gutes Gefühl“, sagte Volland. Dennoch sei die Auftaktpartie alles andere als ein Selbstläufer. „Ich freue mich riesig auf den Start in die Liga. Wir haben aber im Pokal gesehen, dass wir noch ein bisschen hochschalten müssen gegen Paderborn“, forderte Volland. „Wir wollen natürlich unbedingt drei Punkte und besser starten als in den Vorjahren.“

Dagegen hätte sicher auch Nadiem Amiri nichts einzuwenden, der wie Demirbay in diesem Sommer aus Hoffenheim nach Leverkusen wechselte und gegen Aachen in der Startelf stand. Er stellt sich auf ein intensives Duell ein. „Wir müssen von Anfang an voll dagegenhalten.“, sagt der 22-Jährige. „Paderborn kommt viel über Zweikämpfe und lange Bälle – und sie werden als Aufsteiger sehr motiviert sein.“ Insofern war das Pokalspiel in Aachen vielleicht die richtige Vorbereitung auf das, was die Werkself nun erwartet. Amiri geht jedenfalls von einer feurigen Begegnung aus: „Sie brennen, aber wir brennen auch. Ich glaube, es wird ein heißes Spiel.“

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