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Bayer 04 Leverkusens Fans provozieren regelmäßig mit Pyrotechnik

Leverkusener Pyro in Berlin : Selbstdarstellung mittels Feuerwerk

Während des 3:2-Sieges von Bayer 04 Leverkusen bei Union Berlin haben sich Teile der organisierten Leverkusener Fans von ihrer schlechtesten Seite gezeigt. Um Sport oder um Unterstützung geht es dabei lange nicht mehr.

Sie hatten es versucht. Sowohl Kapitän Lars Bender als auch Sportdirektor Simon Rolfes richteten bei Bayers ersten Gastspiel in der Alten Försterei die Bitte an die eigene Anhängerschaft, das Zünden von Pyrotechnik zu unterlassen und der Partie gegen Union Berlin ihren Lauf zu lassen. Mehrfach kam es zu Spielunterbrechungen, weil es im Gästeblock brannte und rauchte. Die Mitgereisten ignorierten die mahnenden Worte, machten weiter ihr Ding und feierten sich für ihr Verhalten.

Bayers Anhängerschaft ist nicht zum ersten Mal negativ aufgefallen. In den vergangenen zwei Monaten provozierten sie bereits in Köln sowie Mainz mit Pyrotechnik. Das traurige Schauspiel in Berlin bildet die nächste Eskalationsstufe, die den Verein eine wohl fünfstellige Strafzahlung seitens des DFB kosten wird. In Leverkusen ist das quasi Tradition. Anfang 2017 kam es beim Heimspiel gegen Mönchengladbach zum bisherigen Tiefpunkt dieser unrühmlichen Entwicklung. Ordner wurden durch Böller verletzt und von Außen segelten gar Bengalos an Fallschirmen in den Innenraum der BayArena. Es ist das schlimmste, aber bei Weitem nicht das einzige Beispiel für pyrotechnische Eskalation in Schwarz-Rot.

Um Sport oder die Unterstützung der eigenen Mannschaften geht es dabei schon lange nicht mehr. Sonst wären die Worte von Lars Bender nicht wirkungslos verhallt und der Abbruch des Spiels wäre nicht in Kauf genommen worden. Im Mittelpunkt stehen eher die pubertär anmutende Lust am Regelbruch sowie gnadenlose Selbstdarstellung auf der großen Bühne eines Fußballspiels. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kamerabilder aus Berlin den Ermittlern helfen, die Täter eindeutig zu identifizieren und sie ihrer Strafe zufzuführen. Ein Stadionverbot wäre das Mindeste.