1. Sport
  2. Fußball
  3. Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen: Wolf lobt das intakte Kollektiv der Werkself

„Müssen ans Limit gehen“ : Wolf lobt die Stärke von Bayers Kollektiv

Hannes Wolf, Trainer der Werkself, ist zufrieden mit seinen ersten Wochen unterm Bayer-Kreuz – und angetan vom intakten Mannschaftsgeist. Allerdings warnt er wie auch Karim Bellarabi vor dem kommenden Gegner TSG Hoffenheim.

Es gibt in der Bundesliga nur noch wenige Profis, die knapp zehn Jahre bei einem Verein spielen. Karim Bellarabi ist einer davon. Seit Juli 2011 ist er Teil der Werkself und sein Vertrag läuft noch bis 2023. In seiner langen Karriere unter dem Bayer-Kreuz hat er auch etliche Duelle gegen Hoffenheim erlebt. Am Montagabend steht die nächste Auflage an (20.30 Uhr/Dazn). Der erfahrene Flügelspieler warnt vor dem kommenden Gegner.

„In den vergangenen Jahren war es immer so, dass Hoffenheim ein schwieriger Gegner war“, lässt sich der 31-Jährige auf der Website der TSG zitieren. „Auch dieses Jahr haben sie wieder eine starke Mannschaft mit sehr guten Einzelspielern, vor allem in der Offensive. Wir müssen über die vollen 90 Minuten hellwach sein.“ Das ist freilich gegen jede Mannschaft ein gutes Rezept. Doch für Bellarabi und seine Teamkollegen geht es in Sinsheim auch darum, den 2:1-Sieg gegen den FC Schalke am vergangenen Wochenende zu vergolden. Durch die Ergebnisse der Konkurrenz steht Bayer zudem unter Zugzwang.

Weil Dortmund gewonnen hat, beträgt der Rückstand auf den BVB und Platz fünf drei Punkte – und hinter Bayer lauern Union Berlin sowie Mönchengladbach, die sicher auch nichts dagegen hätten, kommende Saison international mitzumischen. „Es wird alles andere als ein Selbstläufer“, warnt Bellarabi vor der Aufgabe in Hoffenheim. Das gilt allerdings sowohl für das vorerst letzte Montagspiel der Bundesliga als auch für die Fernziele Europa League oder Conference League. Die Champions League ist durch Frankfurts Zehn-Punkte-Vorsprung vor dem Anpfiff in Hoffenheim hingegen in extrem weite Ferne gerückt.

Interimscoach Hannes Wolf interessiert sich ohnehin nicht für etwaige Rechenspiele, sondern immer nur für die nächste Partie – und die Frage, wie der jeweilige Gegner geschlagen werden kann. Auch er warnt davor, die zuletzt schwächelnde TSG zu unterschätzen. „Das ist eine Mannschaft, die eine hohe Qualität, spielerische Lösungen und viel Tempo in der Offensive hat“, sagt der 39-Jährige. Bayers Interimscoach betont: „Jeder weiß, dass diese Mannschaft Fußball spielen kann. Wir werden ans Limit gehen müssen. Alles ist auf diese 90 Minuten gerichtet.“

Personell ist er um eine Alternative reicher: Daley Sinkgraven sei „wieder eine Option“, sagte Wolf. Der niederländische Linksverteidiger hat seinen Faserriss auskuriert. Der Trainer ist zudem ein erklärter Freund der Rotation. „Wir haben einen sehr guten Kader mit tollen Spielern – egal, wer von Anfang an dabei ist oder im Spiel reinkommt“, sagt Wolf. „Ich bin froh, dass wir fünf Mal wechseln dürfen. Das soll auch bitte so bleiben. Für den Mannschaftssport ist diese Regelung sehr gut.“

Insgesamt ist der Trainer zufrieden mit seinen ersten Wochen bei Bayer 04. Das Training mache Spaß, die Mannschaft ziehe voll mit und der Teamgeist sei auch der richtige. „Die Gruppe ist intakt und der Umgang untereinander sehr gut.“ Das sind freilich gute Voraussetzungen für den zweiten Sieg in Serie. Das sieht auch Bellarabi so: „Wir haben in den vergangenen drei Wochen neuen Schwung bekommen.“