Bayer 04 Leverkusen: Wie Bayer 04 an dem perfekten Spiel bastelt

Nach drei Pflichtsiegen zum Start : Jetzt wird’s ernst für Bayer 04

Die Profis der Werkself können auf einen gelungen Saisonstart zurückblicken. Doch sie wissen auch: Ab jetzt wird der Schwierigkeitsgrad erhöht. Es warten Hoffenheim, Dortmund – und der erste Gegner in der Champions League.

 Die ersten drei Hürden der noch jungen Saison hat die Werkself vergleichsweise mühelos genommen und sich dabei von Spiel zu Spiel gesteigert. Beim jüngsten 3:1-Erfolg in Düsseldorf dominierte die Mannschaft von Trainer Peter Bosz rund 75 Minuten Ball und Gegner nach Belieben. Erst in der letzten Viertelstunde ließ Bayer 04 die Zügel etwas schleifen – und prompt erzielten die Landeshauptstädter den Anschluss.

So einen Spannungsabfall dürfe es am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hoffenheim nicht mehr geben, fordert Innenverteidiger Sven Bender. „Die Ballverluste sind gefährlich“, mahnt der 30-Jährige. Er spricht von „Kleinigkeiten“, die es zu verbessern gelte. „Wir sind auf einem guten Weg und haben schon vieles deutlich besser gemacht. Ich hoffe, dass wir uns gegen Hoffenheim noch einmal steigern können.“ Er und seine Teamkollegen seien Profis, die immer versuchten, das Maximum zu erreichen und das vom Coach geforderte Spiel umzusetzen. „Deswegen haben wir auch den Anspruch an uns selbst, alles richtig zu machen.“ Auch wenn das freilich selten funktioniere.

Innerhalb des Teams überwog trotz des späten Gegentors und natürlich auch bei Sven Bender die Freude über den zweiten Sieg im zweiten Liga-Spiel. „Wir haben eine gewisse Variabilität in unserem Spiel, können mit einem oder zwei Sechsern spielen, hinten mit drei oder vier Spielern aufbauen“, betont er. Das sei mit Blick auf die Zahl der Partien – vor der Winterpause wird die Werkself noch 22 Pflichtspiele absolvieren – besonders wichtig.

Teamkollege Kevin Volland, der gegen Düsseldorf stark spielte und unter anderem zwei Tore vorbereitete, freut sich ebenfalls über den gelungenen Saisonstart. „Das war eine reife Leistung. Trotzdem haben wir noch Luft nach oben“, sagt er. Dass der Spielplan eine kontinuierliche Erhöhung des Schwierigkeitsgrades für die Leverkusener bereithält, macht dem gebürtigen Allgäuer keine Sorgen. „Hoffenheim hat schon eine brutale Qualität und dann geht’s nach Dortmund“, blickt er auf die kommenden Partien. „Das sind schon Spiele, die richtungsweisend für die Tabelle sind. Aber mit sechs Punkten haben wir ein gutes Polster.“ Der Torjäger ist sich sicher: „Wir können gegen jeden Gegner bestehen.“

Bevor das Bosz-Team am Samstag gegen die TSG ran darf, steht ein weiterer Höhepunkt bevor. Am Donnerstagabend (18 Uhr) werden in Monaco die Gruppen für die Champions League ausgelost. Als Team aus dem dritten Lostopf könnte die Werkself zum Beispiel in einer Gruppe mit Titelverteidiger Liverpool, dem spanischen Rekordsieger Real Madrid und dem türkischen Spitzenverein Galatasaray Istanbul landen.

Doch egal mit welchen Schwergewichten sich der Werksklub schon bald messen darf – einfacher wird es in den kommenden Wochen und Monaten sicher nicht für Bosz und seine Schützlinge.

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