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Bayer 04 Leverkusen und Rudi Völler halten an Forderungen für Kai Havertz fest

Trotz Corona-Krise : Diesen Preis will Bayer 04 für Kai Havertz erzielen

Bayer Leverkusen will bei einem möglichen Verkauf von Kai Havertz keinen „Corona-Rabatt“ gewähren. Zudem betonte Sportgeschäftsführer Rudi Völler, dass der Werksklub seinen wertvollsten Spieler nicht zwingend in diesem Sommer verkaufen muss.

Nach Ansicht von Bayers Sportgeschäftsführer Rudi Völler bleibt der Marktwert von Kai Havertz von der Corona-Krise unberührt. „Bei Künstlern wie ihm zählt das natürlich nicht“, sagte der 60-Jährige am Dienstag in einer Medienrunde in der BayArena. Unter 100 Millionen Euro will der Werksklub seinen wertvollsten Profi nicht ziehen lassen. Völler stellte zudem klar, dass Bayer den deutschen Nationalspieler nicht zwingend in diesem Sommer abgeben muss. „Nur, weil wir die Champions-League-Qualifikation zunächst verpasst haben, heißt das nicht, dass wir ihn jetzt verkaufen müssen.“

Einer der potenziellen Kandidaten für eine Verpflichtung des 20-jährigen Offensivspielers ist Bayers Pokalfinalgegener Bayern München. Am Samstag (20 Uhr) kommt es in Berlin zum Duell zwischen der Werkself und dem FCB. Völler sieht darin auch die große Chance, nicht nur seinen ersten Titel als Funktionär in Leverkusen zu gewinnen, sondern auch, dass Leverkusen sein Vize-Image abstreifen kann.

„Wir leiden noch immer unter den Vizemeisterschaften 2000 und 2002 sowie den im Anschluss daran verlorenen Endspielen“, betonte der Weltmeister von 1990. Kurz nach der Jahrtausendwende habe Leverkusen die beste Mannschaft gestellt, die je unter dem Bayer-Kreuz gespielt hat. „Wir waren nicht nur nah dran, sondern hätten in dieser Zeit einen Titel gewinnen müssen. Das tut noch immer weh.“

Im Endspiel um den DFB-Pokal steht Leverkusen nun zum vierten Mal. 1993 gewann Bayer gegen die Amateure von Hertha BSC, 2002 verlor die Werkself gegen Schalke und 2009 gegen Bremen. Völler: „Am Ende des Tages etwas in den Händen zu halten, würde uns allen guttun.“