Bayer 04 Leverkusen: Transferpoker um Martin Ödegaard nimmt Fahrt auf

Real Sociedad mischt mit : Transferpoker um Martin Ödegaard nimmt Fahrt auf

Ob der Norweger nach Leverkusen wechselt, entscheidet sich in Spanien. Sicher ist, dass nur eine Leihe in Frage kommt.

Er ist jung, hochtalentiert, technisch versiert, offensiv, und passt ziemlich exakt in das Anforderungsprofil der Werkself: Martin Ödegaard. Der Norweger wäre der vierte Zugang in diesem Sommer – und einer, der erneut aufhorchen ließe. Immerhin handelt es sich bei dem 20-Jährigen um einen Spieler, dem schon sehr früh in seiner Laufbahn die Marke „Jahrhunderttalent“ verpasst wurde.

Das Interesse von Bayer 04 ist längst bestätigt. Auf der Suche nach einem Nachfolger für Julian Brandt im offensiven Mittelfeld scheinen die Verantwortlichen um Sportgeschäftsführer Rudi Völler und Sportdirektor Simon Rolfes bei Vitesse Arnheim fündig geworden zu sein – oder besser gesagt: bei Real Madrid. Ödegaard steht noch bis 2021 bei den „Königlichen“ unter Vertrag, war aber zuletzt an den niederländischen Erstligisten ausgeliehen, wo er mit elf Toren und zwölf Vorlagen in 39 Pflichtspielen überzeugte.

Madrid soll indes kein Interesse daran haben, den 2015 im Alter von 16 Jahren für 2,8 Millionen Euro verpflichteten Norweger zu verkaufen. Es deutet daher viel darauf hin, dass Leverkusen Ödegaards nächste Leihstation werden könnte. Die Argumente liegen auf der Hand: Bei Bayer 04 kann er den nächsten Schritt machen, sich in der Bundesliga beweisen und Champions League spielen – ein Gesamtpaket, bei dem der ärgste Mitbewerber Real Sociedad aus Spanien sportlich nicht mitgehen kann. Der Norweger soll vergangene Woche zu ersten Sondierungen in Leverkusen gewesen, dann aber weiter nach Spanien geflogen sein, um mit den Verantwortlichen in San Sebastian zu sprechen.

Wie die „Bild“ berichtet, plant Bayer eine Leihe des Mittelfeldspielers. Das ist die einzige Option, den 18-maligen Nationalspieler ins Rheinland zu holen. Es sei laut Rolfes klar, dass Madrid Ödegaard nicht verkaufen wolle. Weil der aber dem Vernehmen nach gerne länger als eine Saison verliehen werden will, scheint es realistisch, dass Ödegaard erst seinen Vertrag bei den Königlichen verlängert und dann bis 2021 verliehen wird.

Mehr von RP ONLINE