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Bayer 04 Leverkusen: Trainer Gerardo Seoane schürt den Konkurrenzkampf

Lazarett lichtet sich : Seoane schürt den Konkurrenzkampf bei Bayer 04

Die Rückkehr der zuletzt verletzten Profis von Bayer Leverkusen intensiviert den Wettstreit um Einsatzzeiten. Trainer Gerardo Seoane gefällt das.

Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft, vor allem im Profifußball. In den vergangenen Wochen stellte sich die Werkself wegen diverser Verletzungen weitgehend von alleine auf, seit dem Wochenende stehen Patrik Schick, Lucas Alario und Charles Aránguiz wieder zur Verfügung. Auch Karim Bellarabi ist wieder fit, musste beim 3:1-Sieg in Leipzig aber noch passen, weil er wegen einer Mandelentzündung Antibiotikum nehmen musste. Er wird in dieser Woche im Mannschaftstraining zurückerwartet.

„Man ist immer froh, wenn die Spieler zurück sind“, sagt Trainer Gerardo Seoane. Vor allem freue er sich für die Profis, die ihre Leidenszeit hinter sich hätten. „Es ist die schlimmste Phase für einen Fußballspieler, wenn er in der Reha arbeiten muss und nicht beim Team ist.“ In Leverkusen arbeiten die Rekonvaleszenten in der „Werkstatt“ der BayArena. Die Rückkehr der Verletzten erhöht auch den Konkurrenzkampf im Kader – sehr zur Freude von Seoane.

„Es ist immer die Herausforderung, ein Team zu sein, in dem alle in die gleiche Richtung gehen, aber trotzdem den Konkurrenzkampf zu haben, um einerseits die Qualität immer abzurufen und sich gegenseitig besser zu machen.“ Das Training sei mit der möglichst kompletten Mannschaft freilich besser. „Schlussendlich geht es auch um die einzelnen Positionen am Spieltag – und die Rückkehr der Spieler unterstützt das natürlich.“

Einer, bei dem es noch etwas länger dauert, ist Mitchel Bakker. Der am Syndesmoseband verletzte Linksverteidiger kehrt voraussichtlich erst kommende Woche ins Teamtraining zurück, Seoane ist aber optimistisch, dass der Niederländer noch in diesem Jahr wieder für die Werkself spielen könnte. Ähnliches sagt der Schweizer auch zum möglichen Comeback von Timothy Fosu-Mensah, der auf einem guten Weg ist. Ende Februar riss sich der Rechtsverteidiger beim 1:2 gegen Freiburg das Kreuzband, seitdem ist er zum Zuschauen verdammt, doch in den letzten Wochen häuften sich die positiven Nachrichten. Seoane sieht sogar die Chance, dass der 23-Jährige zeitnah wieder im Spieltagskader stehen kann. „Mein Gefühl ist, dass er im Dezember schon zum Einsatz kommen könnte. Es gibt schon eine Tendenz dahin“, sagt der Coach. Für die Partie am Samstag gegen Fürth (15.30 Uhr) bleibt Seoane aber zurückhaltend. Er betont: „Letzte Woche war er sehr müde, weil wir auch ein bisschen mehr mit ihm trainiert haben. Deswegen hatte er am Wochenende einen Tag mehr frei, damit er sich erholt. Es ist aber möglich, dass er bald wieder einen Einsatz haben kann.“

Auch das wäre eine Intensivierung des internen Wettstreits um die Plätze in der ersten Elf, denn auf der rechten Abwehrseite ist Jeremie Frimpong bislang konkurrenzlos.