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Bayer 04 Leverkusen: Trainer Gerardo Seoane fordert mehr Kompaktheit

Vor Spiel in Stuttgart : Seoane fordert von der Werkself mehr Kompaktheit

Coach Gerardo Seoane ist mit Bayer Leverkusen am Sonntag in Stuttgart im Einsatz. Der Schweizer warnt vor den Stärken des VfB und kündigt zum Abschluss der ersten Englischen Woche Rotation an.

Souverän geht anders. Verdient war der Sieg von Bayer Leverkusen am Donnerstag gegen das von Peter Stöger trainierte Ferencváros Budapest trotzdem. Beim 2:1 (1:1) zum Start in die Europa League geriet das Team von Trainer Gerardo Seoane nach schwachem Start durch Ryan Mmaee früh in Rückstand, fing sich aber nach rund einer halben Stunde und drehte durch Exequiel Palacios und Florian Wirtz das Spiel. Der Coach der Werkself verglich die Partie im Anschluss mit einem Steigerungslauf. „Es wurde hinten raus immer besser, wir wurden stärker und bekamen mehr Torchancen“, erklärte der Schweizer.

Die aktuelle ist die erste von insgesamt acht Englischen Wochen bis Jahresende für Bayer. Seoane zufolge müsse nun das Ziel sein, trotz rotationsbedingter Wechsel auf dem Platz schnell zueinander zu finden. Dass seine Mannschaft in der Lage dazu ist, kann sie schon am Sonntag beweisen. Dann ist Leverkusen beim VfB Stuttgart zu Gast (15.30 Uhr/Dazn). Der 42-Jährige kündigte Veränderungen in seiner Startformation an. „Für die Frische werden wir den ein oder anderen Wechsel vornehmen, aber auch, weil Stuttgart eine andere Spielanlage als Budapest hat.“

Der ehemalige Berner Meistercoach konkretisierte, warum er die von Pellegrino Matarazzo trainierten Schwaben so schätzt. „Das ist eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Sie haben qualitativ sehr gute Spieler – auch ganz vorne“, betonte er. Beim 1:1 zuletzt in Frankfurt habe der VfB zudem sehr gut verteidigt. „Wir wissen, dass sie fähig sind, hoch zu pressen, aber auch umschalten können. Zuhause versuchen sie, den Gegner mit fußballerischen Lösungen vor Probleme zu stellen. Es wird wichtig sein, dass wir einen besseren Start erwischen und kompakter stehen.“

Mit sieben Punkten nach vier Partien befinden sich die Leverkusener derzeit in Lauerstellung auf dem sechsten Platz. Das 3:4-Spektakel vergangenen Samstag gegen Dortmund hat noch einmal unterstrichen, wie gefährlich Bayer im Angriff sein kann, aber eben auch, dass die Defensive noch nicht auf Top-Niveau  ist. „Wenn die Leverkusener Raum haben, dann sind sie brandgefährlich. Sie sind das konterstärkste Team der Liga“, sagte VfB-Trainer Matarazzo.

Bayers Mittelfeldspieler Palacios verpasst die Partie in Stuttgart derweil sicher. Er hat sich gegen die Ungarn einen Riss des Außenbands im rechten Sprunggelenk zugezogen und fällt vier Wochen aus.