Bayer 04 Leverkusen: Sturz eines Schalke-Fans war ein Unfall

Unfall in Leverkusen: Tribünensturz in der BayArena kein Fall für die Polizei

Der Sturz eines Schalke-Fans auf der Gäste-Tribüne der BayArena beim Heimspiel von Bayer 04 gegen die Knappen aus Gelsenkirchen wird kein polizeiliches Nachspiel haben.

Fremdverschulden habe es offenbar nicht gegeben, sagte gestern ein Polizeisprecher. Es gebe somit auch keinen Anlass für ein polizeiliches Ermittlungsverfahren. Dass der 52-jährige Fan offenbar ohne äußere Einwirkung auf der Tribünentreppe gestolpert war und dabei einen weiteren Fan mitgerissen hatte, hatten Videoaufzeichnungen belegt, die die Polizei unmittelbar nach dem Vorfall ausgewertet hatte.

Der 52-Jährige hatte sich bei dem Sturz lebensgefährliche Kopfverletzungen zugegogen. Dem Vernehmen nach soll der Mann in eine Kölner Spezialklinik gebracht worden sein. Über seinen aktullen Gesundheitszustand war gestern nichts Näheres zu erfahren.

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"Die Sache geht uns sehr nah", sagte Meinolf Sprink, Direktor für Fans und Soziales bei Bayer 04. "Er hat einfach Pech gehabt. Wir können nur hoffen, dass die Ärzte den Mann schnell wieder aufbauen." Nach Bekanntwerden des Sturzes in der ersten Halbzeit des Spiels hatten die Anhänger beider Clubs aus Respekt vor dem Verunglückten vorübergehend geschwiegen, bevor sie dann die Anfeuerungsrufe für ihre Teams wieder aufnahmen.