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Bayer 04 Leverkusen steuert auf sieglosen Oktober zu

Letzte Chance DFB-Pokal : Bayer 04 droht siegloser Oktober

Die von Peter Bosz trainierten Leverkusener warten nach dem 2:2 gegen Werder Bremen seit fünf Pflichtspielen auf ein Erfolgserlebnis. Im Oktober gab es noch gar keinen Sieg für die Werkself. Spielerisch lief gegen Bremen aber einiges besser als in den Partien zuvor.

Vier Tore, ein Führungswechsel, dazu viele strittige Szenen und Aluminium-Pech – die Partie zwischen Bayer Leverkusen und Werder Bremen lieferte den 30.210 Zuschauern in der am Samstagabend zum ersten Mal in dieser Saison ausverkauften ­BayArena reichlich Gesprächsstoff. Der Werksklub spielte gut und drängte in der Schlussphase auf den Sieg. Da jedoch kein Tor mehr fiel, blieb es beim für die Norddeutschen schmeichelhaften 2:2 (1:1).

Obwohl die Leverkusener deutlich besser spielten als zuletzt in der Liga, tritt das Team von Coach Peter Bosz nach dem wettbewerbsübergreifend fünften Spiel in Serie ohne Sieg weiter auf der Stelle. „Wir müssen die Tore erzwingen“, betonte Coach Bosz. Sollten er und sein Team auch am Dienstag (20.45 Uhr) im Pokal gegen Paderborn nicht gewinnen, dürfte es ungemütlich für den Niederländer werden.

Gegen Bremen begann Leverkusen verheißungsvoll: Nach einem gut getretenen Eckball des ansonsten abermals blassen Kerem Demirbay verlängerte der für den erkrankten Kai Havertz in die Startelf gerückte Lucas Alario den Ball so, dass Bremens Ömer Toprak ins eigene Tor traf (4.). Die von Florian Kohfeldt trainierten Gäste brauchten Zeit, um das Eigentor des ehemaligen Leverkuseners zu verdauen.

Der Ausgleich durch Milot Rashica fünf Minuten vor dem Seitenwechsel hatte sich zwar nicht zwingend angedeutet, kam nach einigen guten Möglichkeiten von Josh Sargent aber auch nicht aus dem Nichts. „In der ersten Halbzeit haben wir langsam den Zugriff verloren“, sagte Bosz.

Für die Werkself, die bereits nach 24 Minuten den angeschlagenen Abwehrchef Sven Bender wegen anhaltender Problemen am Sprunggelenk auswechseln musste, kam es zunächst noch schlimmer. Nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff war Bremens Davy Klaassen, der unter Bosz bei Ajax Amsterdam einst Kapitän war, mit dem Führungstreffer zur Stelle.

Das 1:2 wirkte als Weckruf für die Hausherren. Nach starker Vorarbeit des an diesem Abend stärksten Leverkuseners Karim Bellarabi glich Alario mit seinem zweiten Saisontreffer die Partie nur wenige Minuten später aus (68.). Bosz: „Nach dem Rückstand waren wir besser und haben extrem viel Druck gemacht – und die Stärken von Bellarabi gut genutzt.“

Tatsächlich machte der Flügelstürmer mit seinen Gegenspielern bisweilen was er wollte, schlug laut Statistik so viele Flanken (20) wie kein anderer Bundesliga-Profi je zuvor. Nur ein Treffer wollte den nun drückend überlegenen Leverkusenern nicht mehr gelingen. Am nächsten der erneuten Führung nahe kam noch Alario bei seinem Kopfball an den Querbalken (67.) und seines wegen Handspiels von Nadiem Amiri zurückgepfiffenen Treffers in der 70. Minute.

Während Bayers Sportgeschäftsführer Rudi Völler betonte, dass er das Tor als Unparteiischer hätte gelten lassen, räumte er aber auch ein, dass er Bremen in der Nachspielzeit noch einen Handelfmeter zugesprochen hätte – nachdem Amiri den Ball im Sechzehner geblockt hatte.

„Wir hatten insgesamt etwas Pech“, sagte Bayer-Angreifer Alario. „Aber wir werden weiter arbeiten, damit wir das Glück gar nicht erst brauchen.“ Eine letzte Chance, im Oktober doch noch einen Sieg zu landen, bekommen er und Bayer nun im Pokal gegen den Aufsteiger.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bayer - Bremen: die Bilder des Spiels