1. Sport
  2. Fußball
  3. Bayer 04 Leverkusen

Bayer 04 Leverkusen steht 2021/22 ein ruhiger Transferwinter bevor

Trainingsauftakt am Mittwoch : Bayer steht ein ruhiger Transferwinter bevor

Im Gegensatz zu den Vorjahren sind bei Bayer Leverkusen dieses Mal keine Zugänge in der Winterpause geplant. Am Mittwoch startet die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane in die Vorbereitung auf die Rückrunde.

Für die Profis von Bayer 04 liegen nur zehn Tage zwischen dem letzten Spiel der Hinrunde und dem Wiedereinstieg ins Training. Am Mittwoch bittet Coach Gerardo Seoane sie wieder auf den Rasen. Zuvor werden die Spieler und alle, die direkt mit ihnen zu tun haben, auf das Coronavirus getestet. Um 17.30 Uhr steht die erste Einheit an. Aufgrund der Pandemie findet das Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.

Nicht dabei sind auch Edmond Tapsoba und Odilon Kossounou, die sich mit ihren Nationalmannschaften auf den Afrika-Cup vorbereiten. Tapsoba bestreitet am 9. Januar mit Burkina Faso das Eröffnungsspiel gegen Gastgeber Kamerun (17 Uhr), Kossounou steigt mit der Elfenbeinküste am 12. Januar gegen Äquatorialguinea in das Turnier ein (20 Uhr). Die beiden Innenverteidiger werden der Werkself je nach Turnierverlauf bis Anfang Februar fehlen, danach steigen sie direkt in den Leverkusener Ablauf ein.

In den vergangenen Jahren waren die Winterpausen eine Phase der spannenden Transfers. Exequiel Palacios kam im Januar 2020 aus Argentinien, auch Tapsoba verschlug es vor knapp zwei Jahren aus Portugal kommend ins Rheinland. Im Januar 2021 kamen Jeremie Frimpong, Timothy Fosu-Mensah und der schon wieder zum FC Everton nach England verkaufte Demarai Gray zu Bayer, im Januar 2017 war es Leon Bailey, der vom KRC Genk nach Leverkusen wechselte. Inzwischen geht der einstige Topscorer der Werkself für Aston Villa auf Torejagd. Ach ja: Florian Wirtz kam Anfang 2020 aus der Jugend des 1. FC Köln in die des Werksklubs. Der Rest ist Geschichte.

Dieses Mal bleibt es im Transferwinter aber ruhig unter dem Bayer-Kreuz. Das jedenfalls kündigt Sportdirektor Simon Rolfes an. „Unser Kader ist gut aufgestellt. Davon waren wir im Sommer überzeugt – und wir sind es immer noch. Wir sind auf allen Positionen doppelt besetzt und es sind keine neuen Langzeitverletzten hinzugekommen“, sagt der 39-Jährige. „Im Normalfall passiert in dieser Transferphase nichts. Es kann aber immer ein Fenster mit einem interessanten Angebot aufgehen.“ In den vergangenen Jahren sei die Halbzeit der Saison ein guter Zeitpunkt für Vorgriffe auf Spieler mit Perspektive gewesen, „aber wir hatten schon im Sommer relativ viele Wechsel und die Leistungsträger haben langfristige Verträge. Es gibt aktuell keinen Handlungsbedarf.“

Aber gilt das auch auf der Abgangsseite? Unzufrieden dürfte vor allem Lucas Alario mit seiner Situation sein. Der Angreifer kommt am formstarken Patrik Schick nicht vorbei und konnte bei seinen Einsätzen nicht überzeugen, wird aber als zweiter gestandener Mittelstürmer im Kader gebraucht. Für den Dauerreservisten Panagiotis Retsos geht durch den Afrika-Cup indes ein Fenster auf, in dem er sich als Innenverteidiger beweisen kann – und bei Daley Sinkgraven, der aktuell hinter Piero Hincapie und Mitchel Bakker nur dritte Wahl als linker Verteidiger ist, deutet nichts auf einen zeitnahen Wechsel hin.