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Bayer 04 Leverkusen spielt sich gegen den FC Augsburg in einen Rausch

Machtdemonstration vor Topspiel : Bayer 04 spielt sich in einen Rausch

Bayer Leverkusen setzt seinen Aufwärtstrend mit dem 5:1-Kantersieg gegen den FC Augsburg fort. Kurz nach dem Schlusspfiff gibt der Werksklub den Transfer von Sardar Azmoun

Die Partie ist längst entschieden, die Werkself aber will mehr. Neun Minuten vor dem Ende lupft Robert Andrich den Ball gefühlvoll in den Strafraum und findet dort den eingewechselten Lucas Alario. Der Argentinier verzögert einen Moment clever und trifft dann per Dropkick mit der Hacke durch die Beine von Schlussmann Rafal Gikiewicz. Ein Traumtor und zugleich das passende Finale einer Machtdemonstration der Rheinländer. 5:1 (2:0) gewinnt Leverkusen am Ende gegen über weite Strecken hoffnungslos überforderte Augsburger. Während der Werksklub Platz drei und seine Champions-League-Ambitionen untermauert, wird für die bayerischen Schwaben die Luft im Abstiegskampf immer dünner.

Dass es für die Leverkusener derart reibungslos funktionieren würde, hatten sich Fans und Verantwortliche unter dem Bayer-Kreuz vor dem Spiel sicher erhofft – auszugehen war davon aber nicht. Trainer Gerardo Seoane veränderte angesichts von acht Ausfällen sogar sein System, stellte vom erprobten 4-2-3-1 auf ein 4-1-4-1 mit Andrich als einzigen Sechser um. Der Plan ging auf. Bayer kombinierte sich von Beginn an scheinbar mühelos durch die Reihen des FCA, schaffte vor allem auf den Außenbahnen immer wieder Überzahlsituationen und stand defensiv stabil. Die Elf von Coach Markus Weinzierl konnte mit dem Tempo der Werkself nicht mithalten und geriet nach Treffern von Karim Bellarabi (9.) und Moussa Diaby (24.) früh in Rückstand. Als Arne Meier auf 1:2 verkürzte (62.), keimte bei den Gästen noch einmal kurzzeitig Hoffnung auf. Der aus einem starken Kollektiv noch einmal herausragende Diaby machte mit seinen Toren zum 3:1 und 4:1 aber alles klar (65./69.). Alarios Treffer zum Endstand beschloss die Demütigung des FCA (81.).

Im Anschluss an den zweiten Sieg in Serie zeigte sich Bayer-Coach Seoane vor allem mit der Reaktion nach Augsburgs Anschlusstreffer zufrieden. Sein Team habe prompt die Ordnung gefunden und auf schnelles Umschaltspiel gesetzt. „Da hat die Mannschaft einen Schritt nach vorne gemacht“, betonte der 43-Jährige. 18-Tore-Stürmer Patrik Schick spielte bei der Gala gegen die Fuggerstädter ausnahmsweise nur eine Nebenrolle. Er bekommt ab Sommer zusätzliche Unterstützung. Unmittelbar nach dem Erfolg gegen Augsburg gab Bayer die Verpflichtung des iranischen Nationalstürmers Sardar Azmoun bekannt. Der 27-jährige Torjäger wechselt zur kommenden Saison ablösefrei vom russischen Serienmeister Zenit St. Petersburg zu Bayer 04.

Nach der Länderspielpause geht es für Leverkusen mit der Partie beim BVB weiter. „Wir haben uns dieses Topspiel erarbeitet“, sagte Kapitän Lukas Hradecky. „Hoffentlich können wir Dortmund herausfordern.“