Bayer 04 Leverkusen: Spiel gegen Eintracht Frankfurt ist ein Härtetest für Bayers Siegeswillen

Topspiel gegen Eintracht Frankfurt : Ein Härtetest für Bayers Siegeswillen

Die Anspannung bei Bayer 04 ist vor dem Spiel gegen Eintracht Frankfurt groß. Das belegt auch die Eskalation zwischen Dominik Kohr und Charles Aránguiz im Training am Dienstag. Für Lukas Hradecky geht es gegen seinen Ex-Klub um mehr als drei Punkte.

Die Werkself steht vor einem wegweisenden Spiel gegen Eintracht Frankfurt. Am Sonntag empfängt der Tabellensechste (51 Punkte) dem Vierten (54) in der BayArena (18 Uhr). Es ist ein vorentscheidendes Duell im Kampf um einen Europapokalplatz, vielleicht auch um den Einzug in die Champions League. Ob die Anspannung vor dem laut Kevin Volland „brutalen Endspiel“ ihren Teil dazu beigetragen hat, dass Dominik Kohr und Charles Aránguiz im Training heftig aneinander gerasselt sind, ist ungewiss. Sicher ist, dass der Vorfall für Aufregung gesorgt hat.

Gegen Ende der Einheit unter Leitung von Trainer Peter Bosz kam es in einer Spielform zu einem Zweikampf zwischen Aránguiz und Kohr, der seinem Mitspieler auf den Fuß stieg. Der Chilene verlor daraufhin die Fassung und ging auf Kohr los. Es kam zu Handgreiflichkeiten, ehe die beiden zügig von ihren Teamkollegen getrennt wurden. Bosz sagte Aránguiz ein paar Takte zu dem Vorfall und schickte ihn vom Platz. Kurz danach war das Training ohnehin wie geplant beendet.

Nicht auf dem Rasen waren neben den längerfristig verletzten Karim Bellarabi, Leon Bailey, Panagiotis Retsos und Joel Pohjanpalo auch Mitchell Weiser, Julian Baumgartlinger sowie Sven Bender. Letzterer hatte bereits am Montag nur individuell trainieren können. Ob er am Sonntag zur Verfügung steht, ist offen. Bei den anderen beiden handelt es sich um eine Maßnahme zur Belastungssteuerung, um einen Einsatz gegen Frankfurt nicht zu gefährden.

Für einen Bayer-Profi wird die Partie gegen die Hessen freilich eine besondere: Lukas Hradecky. Der finnische Nationalkeeper slowakischer Herkunft hütete einst das Tor der Eintracht und gewann mit dem Verein 2018 den DFB Pokal, ehe er ins Rheinland wechselte. „Das beide Teams am 31. Spieltag um die Champions League spielen, hätte ich so nicht erwartet – vor allem, weil wir es über die gesamte Saison hinweg eigentlich weniger gut gemacht haben“, sagt der 29-Jährige. So aber gebe es nun ein vorentscheidendes Duell, das Bayer im Erfolgsfall den Weg Richtung Platz vier ebnen kann, wenn auch die Spiele gegen Schalke und Hertha BSC zum Abschluss mit je drei Punkten enden.

„Wichtig war, dass wir nach den Niederlagen gegen Bremen, Hoffenheim und Leipzig aufgewacht sind und drei Spiele in Folge gewonnen haben“, sagt Hradecky. Dass Frankfurt am Donnerstagabend gegen den FC Chelsea das Halbfinale der Europa League bestreitet, könne ein Vorteil für die Werkself sein. „Das ist etwas Besonderes. Vielleicht investieren sie etwas mehr Energie in dieses Spiel.“ Gegen einen seiner ehemaligen Teamkollegen will er indes am Sonntag auf keinen Fall ein Tor kassieren: Ante Rebic. „Er ist sehr stark im Abschluss und ärgert sich immer, wenn er kein Tor macht“, frotzelt Hradecky, der am Sonntag auch ein weiteres übergeordnetes Ziel hat: „Wir müssen zeigen, dass wir auch gegen Teams aus dem oberen Tabellendrittel gewinnen können.“ Daran habe es in dieser Saison bislang gehapert.

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