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Bayer 04 Leverkusen: So viel Werkself steckt in der EM

Von Calhanoglu bis Vida : So viel Bayer 04 steckt in der EM

Neben den fünf aktuell beim Werksklub angestellten Profis gibt es bei dem paneuropäischen Turnier eine ganze Reihe von Spielern, die eine Leverkusener Vergangenheit haben. Wir zeigen, um wen es sich handelt.

Für die beim Werksklub unter Vertrag stehenden Profis ist die EM aus sportlicher Sicht bisher ein Erfolg. Zuerst feierten Lukas Hradecky und der zuletzt an Union Berlin verliehene Joel Pohjanpalo mit Finnland einen 1:0-Sieg gegen Dänemark. Am Tag darauf legten Bayers Österreicher Julian Baumgartlinger und Aleksandar Dragovic mit einem 3:1-Erfolg gegen Nordmazedonien nach. Und auch Patrik Schick gewann mit Tschechien die Auftaktpartie gegen Schottland 2:0 – dank eines Doppelpacks des Leverkuseners, der zunächst mit dem Kopf und dann traumhaft von der Mittellinie traf. Abseits dieser fünf Profis mit Werkself-Bezug steckt mit Blick auf die teilnehmenden Teams jedoch mehr Bayer, als zunächst vielleicht vermutet.

Wenn Deutschland am Dienstag Frankreich empfängt, steht zum ersten Mal seit dem Turnier 1996 kein Spieler aus Leverkusen im EM-Kader des DFB. In Bernd Leno (2011 bis 2018), Emre Can (2013/14), Kai Havertz (2010 bis 2020), Toni Kroos (2009/10), Kevin Volland (2016 bis 2020) und Leroy Sané (2008 bis 2011), der in der Jugend die Schuhe für den Werksklub schnürte, hat Bundestrainer Joachim Löw aber gleich fünf Spieler berufen, die bereits für Bayer 04 aktiv waren.

Ein weiterer ehemaliger Profi aus Leverkusen findet sich im Aufgebot der Schweiz: Admir Mehmedi. Er spielte von 2015 bis 2018 in Schwarz-Rot. Beim 1:1-Unentschieden der Eidgenossen gegen Wales kam der jetzige Wolfsburger noch nicht zum Einsatz. Die Chance auf seinen ersten Auftritt bei dieser EM bietet sich dem Angreifer am Mittwoch. Dann trifft die Schweiz in Rom auf Gastgeber Italien – eine schwierige Aufgabe. Die Türken um Hakan Calhanoglu haben die Stärke des Titelaspiranten bereits zu spüren bekommen. Am Freitag kassierten der ehemalige Bayer-Profi (2014 bis 2017) und seine Landsmänner ein 0:3 im EM-Auftaktspiel bei der „Squadra Azzurra“.

Calhanoglu ist seit seinem Abgang aus Leverkusen für den AC Mailand aktiv. Doch der Vertrag des wankelmütigen 27-Jährigen endet diesen Sommer. Mailand würde den Stammspieler gerne halten, doch der pokert. Mehrere europäische Top-Klubs, unter anderem Atlético Madrid und Juventus Turin, sollen an seinen Diensten interessiert sein. Beim katarischen Klub Al-Duhail SC ist man offenbar sogar bereit, ein Jahresgehalt von rund zehn Millionen Euro für Calhanoglu zu zahlen.

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Derart umworben ist Kroatiens Domagoj Vida, der in in den Jahren 2010 und 2011 acht Pflichtspiele für die Werkself bestritt, freilich nicht. Vergleichbar wichtig für den Erfolg seines Nationalteams ist der Verteidiger aber allemal. Vida ist seit Jahren Stammkraft in der Auswahl der Kroaten, feierte unter anderem sensationell die Vizemeisterschaft bei der WM 2018. Bei dieser paneuropäischen EM mussten sich Vida und seine Landsleute zum Start jedoch den Engländern 0:1 geschlagen geben. Derzeit steht er bei Besiktas Istanbul unter Vertrag.

Arkadiusz Milik – er verbuchte in der Saison 2012/13 acht Kurzeinsätze für Bayer – hätte eigentlich auch bei dieser EM dabei sein sollen. Der fest als Sturmpartner von Weltfußballer Robert Lewandowski eingeplante Pole verletzte sich jedoch am Knie und musste absagen.

Ebenfalls nicht nominiert wurde Dani Carvajal. Der Profi von Real Madrid, in der Saison 2012/13 Teamkollege von Milik in Leverkusen, hat sich eine Muskelverletzung zugezogen und kann den Spaniern nicht helfen.