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Bayer 04 Leverkusen: So viel Werkself steckt im SV Sandhausen

Sechs Ex-Leverkusener beim SVS : „Bayer“ Sandhausen kann den HSV im Unterhaus halten

Sechs ehemalige Spieler von Bayer 04 Leverkusen stehen derzeit im Kader des SV Sandhausen. Der Zweitligist kann mit einem Sieg am Sonntag in der Hansestadt sicher verhindern, dass der Hamburger SV die Aufstiegsrelegation erreicht.

 Rund 220 Kilometer Luftlinie trennen die BayArena vom Hardtwaldstadion in Sandhausen, noch nie standen sich der Werksklub und der SVS in einem Pflichtspiel gegenüber. Eine Verbindung gibt es dennoch: Denn in Gerrit Nauber, Leart Paqarada, Erik Zenga, Marlon Frey, Julius Biada und Aziz Bouhaddouz stehen bei den Baden-Württembergern gleich sechs Profis mit einer Bayer-Vergangenheit unter Vertrag – so viele wie bei keinem anderen Zweitligisten.

Am Sonntag (15.30 Uhr) könnte die bereits gerettete Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat im Aufstiegsrennen das Zünglein an der Waage sein. Der SVS spielt im Saisonfinale beim viertplatzierten Hamburger SV. Sollten die Sandhäuser die Partie gewinnen, hätten die Hanseaten (54 Punkte) keine Chance, am letzten Spieltag noch vorbei an Heidenheim (55 Punkte) auf den Relegationsplatz zu springen. Für den ehemaligen Bundesliga-Dino um Ex-Bayer-Sportdirektor und jetzigen HSV-Sportvorstand Jonas Boldt sowie Werkself-Leihspieler Joel Pohjanpalo wäre das ein Albtraum-Szenario.

Von den sechs ehemaligen Leverkusenern im Kader des SVS werden allerdings nur maximal vier dabei helfen können, Hamburg in der zweiten Liga zu halten. Der 27-jährige Erik Zenga feierte beim 0:1 am vergangenen Sonntag gegen Dresden sein Comeback nach überstandenem Kreuzbandriss. Allerdings sah er nur sieben Minuten nach seiner Einwechslung Gelb-Rot wegen Meckerns und fehlt daher am letzten Spieltag. Auch für Innenverteidiger Nauber ist die Saison nach einer Schultereckgelenk-Verletzung vorzeitig beendet.

Bleiben noch Paqarada, Frey, Biada und Bouhaddouz. Erstgenannter schloss sich nach der Auflösung der Reserve des Werksklubs 2014 den Sandhäusern an und ist dort Stammspieler. Auch Frey, der zwischen 2015 und 2016 zwölf Pflichtspiele für die Profis von Bayer 04 absolvierte, stand zuletzt in der Startformation des SVS. Biada und Bouhaddouz, die einst für je ein Jahr bei Bayer 04 II auf Torejagd gingen, gehören beim Koschinat-Team zu den gefährlichsten Angreifern.

Dass gleich ein halbes Dutzend Ex-Leverkusener bei einem Zweitligisten spielt, ist sicher ungewöhnlich. Insgesamt tummeln sich derzeit 23 ehemalige Bayer-Fußballer im Unterhaus der Bundesliga. Lediglich bei Hannover, Regensburg, Darmstadt, Bochum, Heidenheim, Fürth, Osnabrück und Karlsruhe steht aktuell kein Spieler unter Vertrag, der entweder für die Profis, in der Jugend oder der Reserve für Bayer auflief.

Zweitliga-Profis mit Bayer-Historie: Nauber, Paqarada, Frey, Biada, Bouhaddouz, Zenga (alle Sandhausen), van den Bergh, Mühling, Meffert, Iyoha (alle Kiel), Mockenhaupt, Schwadorf, Chato (alle Wehen-Wiesbaden), Handwerker, Heise (beide Nürnberg), Castro, Al Ghaddioui (beide Stuttgart), Narey, Pohjanpalo (beide Hamburg), Lucoqui (Bielefeld), Bednarczyk (St. Pauli), Boss (Dresden), Cacutalua (Aue).