Pentz, Bravo und Azmoun So ist der Stand bei Bayers Leihspielern

Leverkusen · Während bei einem vom Deutschen Meister und Pokalsieger Bayer Leverkusen verliehenen Profi die Zukunft inzwischen geklärt ist, stehen bei den anderen noch Entscheidungen an. An interessierten Klubs mangelt es derweil nicht.

 Iker Bravo (l.) stand zuletzt in der Sommervorbereitung 2022 für Bayer Leverkusen auf dem Rasen. Im Test gegen den MSV Duisburg erzielte er drei Tore.

Iker Bravo (l.) stand zuletzt in der Sommervorbereitung 2022 für Bayer Leverkusen auf dem Rasen. Im Test gegen den MSV Duisburg erzielte er drei Tore.

Foto: Imago/Team 2/Weis

Im Kader von Bayer 04 stand Patrick Pentz in der vergangenen Saison nur ein einziges Mal: Beim 8:0-Auftaktsieg in der ersten Pokalrunde bei Teutonia Ottensen. Kurz darauf verlieh ihn der Werksklub für den Rest der Spielzeit zu Bröndby IF. In der dänischen Superliga war der Österreicher auf Anhieb Stammtorwart und feierte am Ende die Vizemeisterschaft. Jetzt steht fest: Nach Leverkusen zurück kehrt der 27-Jährige nicht mehr.

Wie Bröndby am Montag mitteilte, hat Pentz einen festen Vertrag bis 2028 bei den Dänen unterschrieben. In Leverkusen blieb der Anfang 2023 für rund 1,5 Millionen Euro von Stade Reims aus Frankreich verpflichtete Schlussmann ohne Einsatz. Als Bayer im Sommer vergangenen Jahres Matej Kovar als Nachfolger für Kapitän Lukas Hradecky holte, konnte sich Pentz nach einem neuen Klub umschauen – und traf dabei offensichtlich die richtige Wahl.

Pentz war nicht nur der Rückhalt der besten Abwehr der Superliga, sondern hielt in 30 Pflichtspielen auch elf Mal die Null. Der Deal lohnt sich auch aus Sicht des Werksklubs: 2,55 Millionen Euro lässt sich Bröndby den nach Expertenmeinung besten Keeper in Dänemark kosten. Pentz bereitet sich derzeit mit Österreich auf die Europameisterschaft in Deutschland vor. In das Turnier geht der nun ehemalige Leverkusener voraussichtlich als die Nummer eins.

„Patrick hat ein sehr erfolgreiches Jahr hinter sich und bei Bröndby letztlich genau das bekommen, was er sich erhofft hatte: viel Spielzeit und einen EM-Kaderplatz in der österreichischen Nationalmannschaft“, sagt Simon Rolfes zum Transfer. Während die Vertragssituation bei Pentz, der ursprünglich noch bis 2025 an Leverkusen gebunden war, nun geklärt ist, muss Bayers Sportgeschäftsführer noch einige weitere Entscheidungen bei den anderen verliehenen Profis treffen. Denn in Sardar Azmoun und Iker Bravo haben zwei weitere Bayer-Spieler die vergangene Saison bei anderen Klubs verbracht. Wie bei Pentz stehen auch bei ihnen die Zeichen auf Abschied.

Azmoun kam in 29 Partien für die AS Rom zum Einsatz, erzielte drei Tore und bereitete vier weitere vor – eines davon beim 2:2 im Halbfinal-Rückspiel der Europa League in der BayArena. Der Marktwert des iranischen Nationalstürmers ist in den vergangenen Jahren gesunken, Interessenten gibt es aber. Allen voran Olympique Lyon und der FC Sevilla denken wohl über eine Verpflichtung nach, wobei die Spanier als Favorit gelten. Der noch bis 2027 in Leverkusen unter Vertrag stehende Angreifer wurde zuletzt auch mit Fenerbahce Istanbul in Verbindung gebracht. Der ehemalige Roma-Coach und Startrainer José Mourinho, der inzwischen in der Türkei übernommen hat, betonte allerdings, dass er keine Ex-Spieler nach Istanbul holen werde.

Seine zweijährige Leihe bei Real Madrid beendet hat inzwischen Iker Bravo. Der 19 Jahre alte Mittelstürmer tat sich während seiner Zeit im Rheinland schwer und sollte in seiner spanischen Heimat reifen. Für die U19 des Champions-League-Siegers erzielte er in sieben Youth-League-Spielen drei Tore und zwei Vorlagen. Nachhaltig für höhere Aufgaben empfehlen konnte er sich aber nicht. Erstligisten aus Frankreich und Italien sowie Union Berlin wird Interesse an einer Verpflichtung des Spaniers nachgesagt. Ein Verbleib des Talents, das in Leverkusen einen Vertrag bis 2025 besitzt, in der spanischen Hauptstadt ist unwahrscheinlich. Die Kaufoption in Höhe von zehn Millionen Euro wird Madrid nicht ziehen. Bravos nächstes Ziel ist die U19-EM in Nordirland (15. bis 28. Juli).

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