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Bayer 04 Leverkusen: Sieg gegen VfB Stuttgart stoppt die Talfahrt

Überzeugender Sieg gegen Stuttgart : Leverkusen stoppt die Talfahrt

Das 5:2 von Bayer Leverkusen gegen den VfB Stuttgart ist ein Befreiungsschlag für die zuletzt kriselnde Werkself. Aufreger der Partie war ein nicht geahndetes Handspiel von Timothy Fosu-Mensah im eigenen Strafraum.

Peter Bosz musste zuletzt häufig Niederlagen seiner Mannschaft erklären. Entsprechend zufrieden war der Trainer von Bayer Leverkusen, das er nun wieder einen klaren Sieg analytisch einordnen konnte. Das 5:2 (2:0) gegen den VfB Stuttgart war ein Befreiungsschlag, vor allem mit Blick auf das bittere Pokal-Aus beim Viertligisten Rot-Weiß Essen unter der Woche. Die Reaktion darauf in der Liga war zudem eine Demonstration der Offensivqualität der Werkself, die in den vergangenen Wochen nur noch selten zu sehen war.

„Wir mussten das Spiel gewinnen und das haben wir gemacht“, sagte Bosz – wohlwissend, dass bei einem weiterem Rückschlag im Kampf um die Champions League allmählich auch seine Arbeit in Frage gestellt worden wäre. „Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir sehr gut und sehr aggressiv gespielt. Endlich haben wir auch die Tore gemacht.“

In Essen sprang aus 27 Torschüssen ein Treffer heraus, gegen den VfB waren es fünf aus 26 Versuchen. Kerem Demirbay (18./31.) legte die Grundlage für den Sieg, Leon Bailey (56.), Florian Wirtz (68.) und Winterzugang Demarai Gray (84.) beseitigten die Restzweifel am Erfolg. Die waren indes größer als es das Ergebnis vermuten lässt. Denn der VfB war nach den Toren von Sasa Kalajdzic (50./77.) kurzfristig auf Augenhöhe und stellte die Werkself vor Probleme.

Hinzu kommt, dass unmittelbar vor Baileys vorentscheidendem 3:1 ein recht eindeutiges Handspiel von Timothy Fosu-Mensah im eigenen Strafraum folgenlos blieb. Zwar checkte Video-Assistent Felix Zwayer den Treffer und eine mögliche Abseitsstellung von Moussa Diaby in dessen Entstehung, nicht aber das offensichtliche Handspiel des Leverkusener Verteidigers. Es hätte ohne weiteres auch Elfmeter für Stuttgart und die große Chance auf das 2:2 geben können, so aber jubelten die Leverkusener – die Schlüsselszene der Partie.

„Ich kann das nicht bewerten, weil ich die Handregel gar nicht mehr verstehe“, sagte Stuttgarts Trainer Pellegrino Matarazzo. „Es ist wichtig, dass wir die Regeln objektivieren und klarer machen. Dann gibt es auch keine Diskussionen mehr.“ Noch weniger habe er aber verstanden, dass das Handspiel nicht Gegenstand der Video-Überprüfung war. „Trotzdem war es ein verdienter Sieg für Leverkusen.“