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Bayer 04 Leverkusen: Sein Glaube lässt Nadiem Amiri hoffen

„Will einfach nur wieder Bundesliga spielen“ : Glaube lässt Bayers Nadiem Amiri hoffen

Nadiem Amiri von Bayer 04 Leverkusen ist optimistisch, dass die Saison in der Bundesliga schon bald wieder fortgesetzt wird. Schon in einem oder zwei Monaten werde es dem 23-Jährigen zufolge auch wieder Spiele mit Zuschauern geben.

Ab dem ersten Mai-Wochenende soll in der Fußball-Bundesliga wieder der Ball rollen. So lautet zumindest der Plan, auf den sich die Chefs der 36 Vereine der ersten und zweiten Liga Ende März geeinigt haben. Ob das funktioniert, ist noch immer fraglich. Bayer Leverkusens Mittelfeldspieler Nadiem Amiri zeigt sich indes optimistisch. „Ganz Deutschland hat extreme Sehnsucht nach der Bundesliga“, sagte der 23-Jährige am Donnerstag in einer Medienrunde via Skype. „Ich glaube daran, dass es am 2. Mai wieder losgeht.“

In seiner ersten Saison unter dem Bayer-Kreuz hat sich Amiri wie die gesamte Mannschaft in der Rückrunde und vor der coronabedingten Zwangspause stark verbessert gezeigt. Erst eine Anfang März im Pokalspiel gegen Union Berlin erlittene Schulterverletzung bremste ihn aus. Inzwischen sei er aber kuriert und topfit, versicherte der dreimalige deutsche Nationalspieler. „Ich habe ja nur zwei Spiele verpasst: eines in der Bundesliga und eines in der Europa League. Für mich war die Pause super. Ich habe keine Probleme mehr und konnte mich gut erholen.“

Dass es zunächst – wenn überhaupt – nur mit Partien vor leeren Rängen weitergehen wird, mache ihm nichts aus. „Ich will einfach nur wieder Bundesliga spielen. Da ist es mir erst einmal egal, ob es nur Geisterspiele sind“, sagte Amiri. Auch dass Partien ohne Zuschauer zur Normalität werden könnten, vermutet er nicht. „Es wird niemals ein Jahr nur Geisterspiele geben. Ich denke schon, dass es in ein, zwei Monaten mit vollen Stadien weitergeht.“ Was ihn da so sicher mache? „Mein Glaube.“

Nach zwei Wochen im „Homeoffice“ trainieren die Profis der Werkself seit dem 1. April wieder in Gruppen in der BayArena. In den ersten Tagen hießen Amiris Trainingspartner Kerim Demirbay und Jonathan Tah. Zuletzt hat ihn Trainer Peter Bosz in eine Gruppe mit Julian Baumgartlinger, Lars Bender und Karim Bellarabi gesteckt. Wieder Stadionluft zu schnuppern, tue gut, versicherte Amiri. „Jeder ist auf Spannung, jeder will und hat Spaß. Vielleicht hat die Pause auch gutgetan, um Kräfte zu sammeln, um im Endspurt voll da zu sein.“

Auf dem fünften Platz liegend und mit Anschluss zu den Top vier der Liga hat Bayer noch alle Chancen, sich einen der begehrten Plätze, die zur Champions League berechtigen, zu ergattern. Das sei freilich auch das Ziel, betonte Amiri. An eine lange Eingewöhnungsphase nach der ungeplanten, zweiten Saisonvorbereitung, glaubt er nicht. „Wir spielen alle schon ein paar Jahre in der Bundesliga und sind erfahren genug“, sagte er. Sich wieder auf den Spielbetrieb einzustellen, werde „schnell funktionieren“.

Mit den Partien in Gladbach und gegen München stehen für Bayer noch zwei Duelle gegen Teams an der Tabellenspitze aus. Die weiteren Gegner heißen: Bremen, Wolfsburg, Schalke, Köln, Hertha BSC und Mainz.