Bayer 04 Leverkusen: Schnappt sich die Werkself Nadiem Amiri?

Bayer-Gerüchtecheck : Schnappt sich Leverkusen Nadiem Amiri?

In der Bayer-Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neusten Transfergeschichten rund um die Werkself. Heute: Nadiem Amiri.

Das Gerücht Laut des „Kicker“ soll Bayer 04 bei der TSG Hoffenheim sein Interesse an Nadiem Amiri hinterlegt haben. Den Berichten zufolge könnte der Mittelfeldspieler für die vertraglich fixierte Ablöse von etwa 15 Millionen Euro den Verein wechseln. Das Arbeitspapier des 22-Jährigen endet 2020. Doch Bayer 04 ist nicht der einzige Interessent. Auch der VfL Wolfsburg sowie italienische und englische Klubs sollen ein Auge auf den U21-Nationalspieler geworfen haben. Zudem ist auch nach wie vor eine Vertragsverlängerung in Hoffenheim denkbar.

Die Situation Amiri verpasste beinahe die komplette Hinrunde aufgrund eines Ermüdungsbruches im Mittelfuß und kam erst in der zweiten Saisonhälfte vermehrt zum Einsatz. In der Liga kam er auf 13 Einsätze, drei Tore und zwei Vorlagen. Im Spiel gegen Werder Bremen am vorletzten Spieltag zog er sich einen Außenbandriss im linken Knöchel zu fällt mehrere Wochen aus. Sein Ziel ist die U21-EM in Italien und San Marino (16. bis 30. Juni). Er ist für den vorläufigen Kader von Auswahltrainer Stefan Kunz nominiert. Amiris Teilnahme an der „Mission Titelverteidigung“ hängt indes von seinem Heilungsverlauf ab.

Die Einschätzung der RP-Reporter Nach dem Abgang von Julian Brandt klafft eine Lücke im offensiven Mittelfeld der Werskelf. Amiri kann die Position ausfüllen, ist dynamisch, kreativ und noch einen Tick offensiver als Kerem Demirbay, den Bayer 04 bereits aus Hoffenheim verpflichtete – für festgeschriebene 28 Millionen Euro, die durch Bonuszahlungen auf 32 Millionen steigen könnten. Der 22-Jährige passt ins klassische Leverkusener „Beuteschema“. Er ist jung, hat großes Potenzial und die Ablösesumme wäre angesichts der geschafften Champions-League-Qualifikation bezahlbar. Für die Königsklasse müsste der Kader ohnehin in Breite und Spitze verstärkt werden.

Das ist auch Trainer Peter Bosz bewusst, jedoch wünscht er sich vor allem Qualität statt Quantität: „Für mich steht an erster Stelle, dass jeder Spieler, der zu uns kommt, uns auch tatsächlich besser macht“, sagte der Niederländer nach dem Saisonende mit Blick auf das Transferfenster im Sommer. Ob das bei Amiri der Fall ist, werden die Verantwortlichen um Sportgeschäftsgeschäftsführer Rudi Völler und Sportdirektor Simon Rolfes genau prüfen.

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