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Bayer 04 Leverkusen: Schnappt sich der Werksklub Mykhaylo Mudryk?

Gerüchtecheck : Schnappt sich Bayer Mykhaylo Mudryk?

In Bayers Gerüchteküche checken die RP-Reporter die neuesten Transfergeschichten rund um die Werkself. Heute geht es um den ukrainischen Flügelstürmer Mykhaylo Mudryk von Schachtar Donezk.

Die Saison ist vorbei, die Champions League erreicht, doch Urlaub hat die Werkself noch nicht. In der Nacht zu Montag landete der Bayer-Tross in Mexiko, um dort das 100-jährige Bestehen des Konzerns mit einem Besuch zu feiern. Während der fünftägigen Marketing-Reise ist neben einigen öffentlichkeitswirksamen Terminen auch ein Freundschaftsspiel gegen den mexikanischen Erstligisten Deportivo Toluca angesetzt. In der Heimat kochen derweil Transfergerüchte hoch – und ein Name, der sich hartnäckig hält, ist der des Ukrainers Mykhaylo Mudryk.

Das Gerücht Der Krieg in seinem Heimatland bestimmt die weltweite Nachrichtenlage, an Fußballspielen ist in Donezk wohl auf absehbare Zeit nicht mehr zu denken. Seit Russland seinen international geächteten Angriff gestartet hat, werden in der Ukraine keine Spiele mehr bestritten. Die Liga hat die Saison abgebrochen, ein Meister wird nicht gekürt. Tabellenführer war Schachtar, knapp vor Dynamo Kiew. Der 21-jährige Mudryk wird schon länger als potenzieller Zugang des Werksklubs gehandelt, doch nun wird es sehr konkret. Der Linksaußen betonte unlängst, dass Bayer der einzige Verein sei, zu dem er wechseln wolle. „Wenn der Klub Bayers Offerte akzeptiert, wäre das großartig“, zitiert das Portal „sportarena“ den Offensivspieler.

Die Situation Die Leverkusener sind nicht die einzigen, die an dem Ukrainer interessiert sind, der Ende 2018 für seinen Ausbildungsklub debütierte, bei Arsenal Kiew sowie Desna Chernigiv auf Leihbasis Spielpraxis sammelte, ehe er ab 2021 fester Bestandteil des Shachtar-Kaders wurde. Der englische Erstligist FC Brentford soll rund 20 Millionen Euro Ablöse geboten haben, doch Mudryk hat sich offensichtlich entschieden: „Bei allem nötigen Respekt: Ich gehe definitiv nicht nach Brentford. Es ist ein mittelklassiger Premier-League-Verein, der nicht am Europapokal teilnimmt – und für mich ist es das Wichtigste, in der Champions League zu spielen“, betont er. „Wir haben Brentford für das Angebot gedankt, aber von den Verhandlungen zurückgezogen.“

Die Einschätzung der RP-Reporter Mudryks Vertrag bei Shachtar läuft bis Ende 2026, was die Ablöse freilich nach oben treibt. Sinn würde der Transfer aber machen, weil die abgelaufene Saison gezeigt hat, dass die Flügelpositionen doch eher dünn besetzt sind, wenn ein, zwei Profis länger ausfallen – und Routinier Karim Bellarabi ist verletzungsanfällig. Bei Paulinho ist zudem noch unklar, wohin die Reise geht. Zwar läuft der Vertrag des Brasilianers noch bis 2023, doch nachhaltiges Interesse an einer Verlängerung haben beide Seiten bislang nicht signalisiert. Sein Abschied ist zumindest denkbar.

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Simon Rolfes schloss nach dem 2:1 gegen Freiburg zudem aus, dass Außenangreifer Moussa Diaby im Sommer zum Verkauf steht. „Wir wollen die Mannschaft zusammenhalten und punktuell verstärken“, sagte der Sportdirektor des Werksklubs, der die Nachfolge von Rudi Völler als Sportgeschäftsführer antritt. „Deshalb werden wir alles unternehmen, um nächste Saison noch besser zu sein.“

Mudryks Alter, Talent und Spielanlage passen in das klassische Beuteschema des Werksklubs, dazu will er nach Leverkusen und in der Champions League spielen. Die letzte offene Frage dürfte die Ablösesumme sein. Die von Brentford angeblich gebotenen 20 Millionen Euro dürften zumindest ein Anhaltspunkt für das Preisschild des Offensivspielers sein.