Bayer 04 Leverkusen: Schmidt will Stefan Kießling nicht gehen lassen

Bayer Leverkusen: Schmidt: "Denke nicht daran, Kießling gehen zu lassen"

Roger Schmidt hat sich für einen Verbleib seines Stürmers Stefan Kießling ausgesprochen. "Ich denke nicht daran, einen weiteren gestandenen Spieler gehen zu lassen", sagte der Trainer von Bayer Leverkusen.

Zuletzt wurde über einen möglichen Abgang des 31-Jährigen im Winter spekuliert. Kießlings Berater Ali Bulut machte keinen Hehl daraus, Gespräche mit den Verantwortlichen über die Zukunft des Torjägers führen zu wollen. Daran hat Schmidt nach eigenen Angaben aber noch keinen Gedanken verschwendet. "Bei uns ist das zu null Prozent Thema. Kießling hat über Jahre bewiesen, wie sehr er an diesem Verein hängt", sagte der Trainer.

Zudem habe man im vergangenen Sommer bereits viele erfahrene Spieler verloren. "Das war schon ein Problem im Laufe dieser Hinrunde", sagte Schmidt, der Kießlings Situation als "Momentaufnahme" bezeichnet: "Nur weil er jetzt ein paar Mal von Anfang an nicht gespielt hat, heißt das nicht, dass er sofort weg will. Ich glaube nicht, dass Kießling so denkt, sondern, dass er daran arbeitet, in Topform zu kommen."

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Dennoch ist die Situation für den Blondschopf derzeit alles andere als leicht. Der Stürmer hadert mit seinem Joker-Dasein, das er in dieser Saison meist fristet. Sein Konkurrent Chicharito trifft wie er will – an ihm gibt es derzeit kein Vorbeikommen. Die Variante mit beiden Stürmern als Doppelspitze wurde ausprobiert, erwies sich jedoch als wenig effektiv. Ganze 794 Spielminuten in der Bundesliga und lediglich ein Treffer stehen in dieser Saison für Kießling zu Buche. Sein letztes Pflichtspieltor erzielte er Ende Oktober im DFB-Pokal-Spiel gegen Viktoria Köln (6:0). Hinzukommt, dass Kießling unter Schmidt seine Rolle auf dem Feld anders interpretieren muss. Statt als Stoßstürmer Scorerpunkte zu sammeln, lässt er sich häufig zurückfallen, um Zweikämpfe zu führen und Bälle zu verteilen.

Auch Bayer 04-Manager Jonas Boldt, lobt Kießling – schließt Gespräche aber nicht aus: "Die Tür steht immer offen – für alle Spieler. Dass Stefan Kießling mit so einer Situation nicht zufrieden ist, kann man nachvollziehen. Wenn er Gesprächsbedarf sieht, kann er sich jederzeit melden. Er hat sich hier einen Status erarbeitet, aber am Ende geht es immer um Bayer Leverkusen."