Serie von Königsblau reißt Bayers individuelle Klasse ist zu viel für Schalke

Gelsenkirchen · Bayer 04 Leverkusen fügt dem FC Schalke die erste Rückrundenniederlage zu und gewinnt mit 3:0 (0:0) in Gelsenkirchen. Nach ausgeglichener erster Halbzeit schlagen Jeremie Frimpong, Florian Wirtz und Sardar Azmoun zu.

Einzelkritik: Schalke 04 - Bayer 04 Leverkusen :  Werkself in Noten​
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Schalke 04 - Bayer 04: die Werkself in Noten

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Foto: dpa/Bernd Thissen

Dass die Mannschaft des FC Schalke in diesen Tagen kaum mehr mit der zu vergleichen ist, die in der Hinrunde Spiel um Spiel verlor, dürfte den Leverkusenern bereits vor dem Anpfiff in Gelsenkirchen klar gewesen sein. Und tatsächlich stellten die in der Rückrunde bis dato noch unbesiegten Königsblauen die Werkself in der ersten Halbzeit vor Schwierigkeiten.

Bayer, das im Vergleich zum 2:1-Coup gegen München vor zwei Wochen nur einen Wechsel vorgenommen und Jonathan Tah für Kerem Demirbay gebracht hatte, bekam gleich ab der ersten Minute zu spüren, dass es an diesem Samstag nichts geschenkt bekommen sollte. Die von Thomas Reis trainierten Gelsenkirchener kamen mit viel Schwung aus der Kabine. Bereits nach zwei Minuten ließ Marius Bülter den Leverkusener Rechtsverteidiger Odilon Kossounou alt aussehen, doch Rodrigo Zalazar rauschte am Pass des Torjägers vorbei.

Schalke ging aggressiv in die Zweikämpfe, die Werkself aber nahm den Kampf an und kam nach rund zehn Minuten selbst zur ersten guten Gelegenheit. Den Versuch von Amine Adli aus dem Sechzehnmeter heraus parierte Routinier Ralf Fährmann im Tor der Hausherren aber. Kurz darauf kam der Aufsteiger zu seiner besten Gelegenheit im ersten Durchgang: Nach einem Fehler von Kossounou im Aufbauspiel der Gäste landete der Ball über Bülter bei Michael Frey. Der Schweizer Stürmer schloss direkt ab, doch Tah warf sich in den Schuss und blockte diesen zur Ecke (13.).

Mit zunehmender Spieldauer fand die Werkself dann besser in die Partie, verpasste es jedoch zunächst, ein Tor zu erzielen. Moussa Diabys Distanzschuss zischte am Pfosten vorbei (26.), Adli scheiterte nach Traumpass von Florian Wirtz abermals an Fährmann (27.). Der Werksklub kam zu weiteren Kontergelegenheiten, spielte diese aber nicht präzise aus und musste sich mit einem 0:0 nach 45 Minuten begnügen.

Kurz nach dem Seitenwechsel war es dann Jeremie Frimpong, der die Schalker Abwehr knackte und zum 1:0 einschob (50.). Eine Minute zuvor hätte der Niederländer bereits das Führungstor erzielen können, zog im Eins-gegen-Eins mit Fährmann aber den Kürzeren. Seinem Treffer wenig später war indes ein schöner Pass von Tapsoba auf Diaby vorausgegangen, wobei der Franzose ein gutes Auge für seinen einlaufenden Teamkollegen bewies.

Mit der Führung im Rücken bekam der Werksklub nun noch mehr Sicherheit in sein Spiel. Nach einem Doppelpass mit Adli düpierte Wirtz schließlich in unnachahmlicher Art die Schalker Defensive und schloss mit der Fußspitze abgeklärt zum 2:0 ab (61.). Für den deutschen Nationalspieler war es das erste Tor in der Bundesliga nach seiner Kreuzbandverletzung.

Der Treffer fühlte sich wie die Vorentscheidung an – und sie war es auch. Die von Xabi Alonso gecoachten Gäste hätten allein durch Diaby ein deutlich höheres Ergebnis erzielen können, doch der Franzose vergab gleich mehrere Hochkaräter in der Schlussphase (77./80./91.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Sardar Azmoun mit dem 3:0 (93.).

Jeremie Frimpong, hier umringt von den Schalkern Marius Bülter (l.) und Henning Matriciani (r.), erzielte das 1:0 für Leverkusen.

Jeremie Frimpong, hier umringt von den Schalkern Marius Bülter (l.) und Henning Matriciani (r.), erzielte das 1:0 für Leverkusen.

Foto: dpa/Bernd Thissen

Weiter geht es für die seit Februar unbesiegte Werkself am kommenden Samstag (15.30 Uhr) in der BayArena gegen Eintracht Frankfurt. Bei einem weiteren Erfolg würde Bayer an der Eintracht vorbeiziehen. Schalke ist erst am Sonntagabend ab 19.30 Uhr bei der TSG Hoffenheim gefordert.

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