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Bayer 04 Leverkusen:Rückrundenzeugnis für Torhüter und Außenverteidiger

Torhüter und Außenverteidiger : So sieht das Rückrundenzeugnis für Bayers Profis aus

In Piero Hincapie und Jeremie Frimpong haben zwei Verteidiger von Bayer 04 Leverkusen in der abgelaufenen Bundesliga-Saison besonders auf sich aufmerksam gemacht.

Hinter der Werkself liegt eine starke zweite Saisonhälfte. 36 Punkte sammelte die Mannschaft von Trainer Gerardo Seoane in den 17 Bundesligaspielen nach der Winterpause – und damit mehr als die Konkurrenz aus München und Dortmund. Lediglich Pokalsieger RB Leipzig rangiert in der Rückrundentabelle noch vor Bayer 04, und das auch nur aufgrund des etwas besseren Torverhältnisses. Die gezeigten Leistungen machen sich auch in den jeweiligen Rückrundenzeugnissen der Leverkusener Profis bemerkbar.

In einer mehrteiligen Serie zeigen wir, wie sich Seoanes Schützlinge im zweiten Abschnitt geschlagen haben. Den Auftakt machen die Torhüter und (Außen-)Verteidiger, die mindestens ein Mal benotet wurden.

Lukas Hradecky 19 Gegentreffer seit dem Jahreswechsel zeugen von einer verbesserten Abwehrarbeit unter dem Bayer-Kreuz. Nach der Hinrunde waren es immerhin 28 Tore. Wiederum nur Leipzig ließ in 2022 weniger zu (15 Gegentore). Auch der finnische Schlussmann und Kapitän der Werkself hat seinen Anteil daran. Einen groben Patzer wie noch beim Pokal-Aus gegen Karlsruhe im Oktober hat sich der 32-Jährige nicht mehr zu Schulden kommen lassen. Er präsentierte sich als sicherer Rückhalt und machte Werbung für eine Verlängerung seines bis 2023 gültigen Vertrags. Note: 2-

Andrej Lunev Bayers russischer Ersatzkeeper verletzte sich zu Beginn des Jahres im Training, musste operiert werden und fiel wegen eines Syndesmoserisses mehrere Monate aus. Gegen Freiburg durfte er anstelle von Lukas Hradecky das Tor der Werkself hüten und machte einen soliden Job. Eine echte Gefahr für den Stammplatz des finnischen Positionskollegen stellt der 30-Jährige aber nicht dar. Note: 3

Mitchel Bakker Dem jungen Niederländer fehlt die Konstanz. Dass er Potenzial hat, bewies er unter anderem bei den hohen Siegen gegen Augsburg und in Dortmund. Unter dem Strich geht der Linksverteidiger jedoch häufig einen Tick zu riskant in die Zweikämpfe. Auch was das Spielverständnis betrifft, gibt‘s noch Luft nach oben. Note: 3-

Daley Sinkgraven In der teaminternen Hierarchie ist der unter Ex-Coach Peter Bosz verpflichtete Niederländer nur noch Linksverteidiger Nummer drei. Ein im Januar erlittener Faserriss im Adduktorenbereich tat sein Übriges. Erst in der Schlussphase der Spielzeit kam der Niederländer zu einigen, zumeist kürzeren Einsätzen. Gleichwohl Seoane seine Professionalität lobt: Eine langfristige Perspektive beim Werksklub hat er eher nicht. Note: 4

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Timothy Fosu-Mensah Das Verletzungspech bleibt dem Rechtsverteidiger treu. Nachdem er bereits die komplette Hinrunde wegen eines Kreuzbandrisses aussetzen musste, verpasste er auch weite Teile der Rückserie aufgrund einer Muskelsehnenverletzung im Oberschenkel. In den wenigen Minuten, in denen er auf dem Rasen stand, erwies sich der Niederländer immerhin als solide Option für die Rolle als Ersatz von Landsmann Jeremie Frimpong – freilich ohne dessen Geschwindigkeit. Note: 3-

Jeremie Frimpong Der rechte Verteidiger war die Entdeckung der ersten Saisonhälfte. Er konnte seine starken Leistungen zu Beginn des Jahres bestätigen, ehe ein im Derby gegen Köln erlittener Syndesmoseriss die Saison vorzeitig beendete und das Debüt des 21-Jährigen in der niederländischen Nationalmannschaft verhinderte. Note: 2

Piero Hincapie Das Talent musste mehrere Wochen als Linksverteidiger aushelfen und erfüllte seine Aufgaben dort erstaunlich gut. Der 20-Jährige hat sich schnell an das Tempo in der Bundesliga gewöhnt und damit auch die Klubverantwortlichen beeindruckt. Einzig im Spiel bei der TSG Hoffenheim flatterten auch bei ihm die Nerven. Unter dem Strich steht aber eine richtig gute Premierensaison. Note: 2