Bayer 04 Leverkusen Roger Schmidt wird neuer Trainer

Bayer Leverkusen : Das Warten auf Roger Schmidt hat heute ein Ende

Bayers Trainersuche fokussiert sich wohl längst auf den Coach von Red Bull Salzburg.

Die Anzeichen verdichten sich, dass der Cheftrainer von Bayer 04 über das Saisonende hinaus ein Absolvent des 57. Fußballlehrer-Lehrgangs des Deutschen Fußball-Bundes sein wird. Interimstrainer Sascha Lewandowski (42) war 2011 Mitglied just dieses Kurses, Roger Schmidt (47) war es ebenso.

Die beiden kennen sich also bestens und könnten - wenn alles passt - ab Juli als zentrales Tandem des Werksklubs fungieren. Der eine, Lewandowski, als Nachwuchs-Cheftrainer, der andere, Schmidt, als Trainer der Profis. Nach Informationen unserer Redaktion steht der Coach von Red Bull Salzburg ganz oben auf der Wunschliste der Leverkusener Verantwortlichen, Gespräche sollen bereits stattgefunden haben.

Allenthalben wird aber noch eifrig gemauert in der Trainerfrage - in Leverkusen wie in Salzburg. Bei Bayer 04 stellte Geschäftsführer Michael Schade immerhin in Aussicht: "Eine Entscheidung wird relativ bald gefällt werden." Bei Red Bull erbat sich der umworbene Schmidt gestern mehr Bedenkzeit. "Es ist eine sehr schwierige Entscheidung, die sehr ausgereift sein muss. Ich werde mich, obwohl ich es angekündigt habe, nicht unter Druck setzen, sondern mir die Zeit nehmen, die ich brauche, um endgültig zu wissen, was ich mache", sagte der gebürtige Sauerländer, der beim österreichischen Meister über einen Vertrag bis 2016 verfügt, aber offenbar eine Ausstiegsklausel für 1,5 Millionen Euro besitzt.

Der TV-Sender "Sky Sport HD News" vermeldete am Freitagmittag, dass Schmidt neuer Trainer bei Bayer werde. Zur Zukunft von Trainer Schmidt bei Red Bull Salzburg wird es noch am Freitag um 15 Uhr eine Pressekonferenz mit Sportdirektor Ralf Rangnick geben. Das teilte der österreichische Fußball-Meister mit. Schmidt soll selbst nicht zu dem Termin erscheinen.

"Wir werden das nicht weiter kommentieren", sagte Bayers Mediendirektor Meinolf Sprink dem SID: "Bei uns wird es heute jedenfalls keine Pressekonferenz geben. Wir hatten bereits gestern eine." "Die Bayer Fußball GmbH hat nichts herausgegeben", erklärte Leverkusens Geschäftsführer Michael Schade dazu auf dpa-Anfrage. Nach Information unserer Redaktion werden jedoch beide Klubs im Laufe des Tages die Personalie bestätigen.

Eine Leverkusener Dauerlösung mit Lewandowski, die nach zwei Siegen in zwei Spielen unter seiner Leitung, zunehmend Anhänger gewonnen hatte, wird es indes definitiv nicht geben. Das schloss nach der Vereinsführung gestern nun auch Lewandowski selbst kategorisch aus. Am Ende seiner Interimsphase soll, so stellte er noch einmal klar, die erneute Qualifikation zur Champions League stehen. "Wir haben die Talfahrt gestoppt. Jetzt wollen wir mehr", sagte Lewandowski.

Nächster Gegner ist morgen Borussia Dortmund, laut Lewandowski "derzeit mit das Beste, was es in Europa gibt". Ihre beste Saisonleistung lieferte jedoch auch die Werkself beim 1:0 im Hinspiel beim BVB ab, wo taktische Disziplin fast in Perfektion vollführt wurde. "Wir haben uns das Spiel noch mal in Ruhe angeschaut, aber das werden die Dortmunder auch getan haben. Und Dortmund macht Fehler nicht zweimal", sagte Lewandowski. Bayer machte zuletzt immerhin wieder weniger Fehler. Es könnte also ein Top-Spiel werden.

(RP)