Bayer 04 Leverkusen reist für das Montagsspiel zum 1. FC Nürnberg

Für das Spiel von Bayer 04 in Nürnberg: Arbeit statt Kunst ist Heiko Herrlichs Geburtstagswunsch

Die Fans von Nürnberg und Bayer Leverkusen werden die Partie ihrer Klubs zur ungeliebten Anstoßzeit am Montagabend mit stummen Protesten begleiten. Bayer-Coach Heiko Herrlich wünscht sich für sein Geburtstags-Spiel eine sichere Abwehr.

Während der organisierte Anhang der Hausherren angekündigt hat, eine Halbzeit zu schweigen, bleiben die Ultras aus dem Rheinland dem Duell sogar gänzlich fern – und veranstalten stattdessen in Leverkusen einen Weihnachtsmarkt für karitative Zwecke.

Heiko Herrlich, Trainer der auf dem zwölften Platz rangierenden Werkself, hätte sich zu seinem 47. Geburtstag sicher eine größere Kulisse gewünscht. Weitaus wichtiger werden ihm aber die drei Punkte sein, die seine Mannschaft beim Drittletzten mitnehmen will. „Wir haben vergangene Woche gegen Stuttgart gewonnen, jetzt wollen wir nachlegen“, sagt der Coach. Falls das gelinge, sehe die Tabelle schon etwas besser aus. „Aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hinwollen.“

Er erwartet eine kompakt stehende und rustikal zu Werke gehende Nürnberger Mannschaft, die ähnlich spielen werde, wie Ludogorez Rasgrad, Bayers letztem Gegner in der Europa League. „Wir werden eine gute Konterabsicherung brauchen“, betont Herrlich. Von seinen Spielern erwartet der Coach, dass diese im Gegensatz zur enttäuschenden 0:3-Auswärtsniederlage zuletzt in Leipzig bereit sind, an ihre Leistungsgrenzen zu gehen. „Wenn wir meinen, nur mit künstlerischen Fähigkeiten bestehen zu können, werden wir keine Chance haben.“

Verzichten muss der Fußballlehrer für die Begegnung im Max-Morlock-Stadion unter anderem auf den deutschen Nationalspieler Jonathan Tah. Der Innenverteidiger ist erkältet und fällt ebenso aus wie Panagiotis Retsos (Muskelverletzung im Oberschenkel). Aleksandar Dragovic wird die freigewordene Position in der Abwehrzentrale einnehmen. Herrlich sagt: „Er ist zweikampfstark, gut im Spiel gegen den Ball und trifft auch beim Spielaufbau meist die richtige Entscheidung.“

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