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Bayer 04 Leverkusen: Peter Bosz will an seinem Prinzip der minimalen Rotation festhalten

Trotz englischer Woche : Bosz will bei Bayer am Prinzip der minimalen Rotation festhalten

Peter Bosz, Trainer von Bayer 04 Leverkusen, setzt vor den Spielen in Augsburg, Turin und gegen Leipzig weiter auf sein Stammpersonal. Lediglich „kleinere Änderungen“ kämen infrage.

In wenigen Tagen startet die Werkself in ihre zweite Englische Woche der laufenden Spielzeit. Beginnend am Samstag mit dem Duell in Augsburg stehen in den Tagen darauf die Spitzenspiele bei Juventus Turin (Dienstag) und gegen Leipzig (5. Oktober) auf dem Programm. Viele personelle Wechsel will Trainer Peter Bosz trotz der kräftezehrenden Aufgaben vor der zweiten Länderspielpause dennoch nicht vornehmen, betonte der Niederländer am Dienstag.

„Nein, das werde ich auch nicht machen“, bekräftigte Bosz die Annahme, dass er kein großer Freund einer ausgiebigen Rotation ist. Daran werde sich auch angesichts des nun immer enger getakteten Spielrhytmus der Werkself nichts ändern. Lediglich kleinere Änderungen – wenn nötig – werde er vornehmen, ergänzte der 55-Jährige. „Ab und zu können es auch vier Wechsel sein, aber nie die ganze Mannschaft. Das hängt aber auch von den Spielern ab.“ Sprich: Was sagt der Fitnesszustand eines jeden Bayer-Profis?

Beim 2:0 gegen Union Berlin hatte Bosz sein Team erfolgreich auf drei Positionen verändert: Für die ansonsten gesetzten Jonathan Tah, Karim Bellarabi (beide Bank) und den verletzten Leon Bailey (Muskelfaserriss) brachte der Niederländer Aleksandar Dragovic, Nadiem Amiri und Lucas Alario. Erstgenannter half dabei, die Abwehr zu stabilisieren, Amiri gelang eine Torvorlage und gehörte zu Leverkusens Besten, Alario erzielte seinen ersten Treffer in dieser Spielzeit.

Spieler wie das brasilianische Talent Paulinho, Rechtsverteidiger Mitchell Weiser und die beiden Verteidiger Panagiotis Retsos sowie Daley Sinkgraven müssen sich hingegen weiter gedulden. „Das ist im Fußball so: Der Trainer darf immer nur elf Spieler aufstellen“, betonte Bosz. Er sei ein Coach, der viel mit seinen Spielern spreche und ihnen erklären würde, warum sie nicht spielten. Sie müssten auf ihre Chance warten. „Am Ende der Saison wird man sehen, dass fast alle Spieler viele Spiele gemacht haben.“

Obwohl die Duelle in der Königsklasse in Turin und das Duell beim aktuellen Spitzenreiter aus Leipzig bereits ihre Schatten vorauswerfen, stehe dem Bayer-Coach zufolge einzig die Partie im Süden der Republik im Fokus. „Sich jetzt auf Augsburg zu fokussieren, muss eine Qualität der Mannschaft sein.“ Dort kommt es am Samstag (15.30 Uhr) zum Wiedersehen mit Tin Jedvaj, den der Werksklub bis zum Saisonende an die Fuggerstädter verliehen hat.

Bislang kam der kroatische Vizeweltmeister in allen Partien für den FCA über die volle Distanz zum Einsatz. „Das war der Grund, warum er nach Augsburg gegangen ist, da die Aussicht auf Spielzeit dort einfach größer als bei uns war“, erklärte Bosz. „Er soll dort viele Spiele machen und dann werden wir weitersehen.“