Bayer 04 Leverkusen: Peter Bosz verzichtet auf Analyse der Moskau-Pleite

„Nicht immer über das Gleiche sprechen“ : Bayer-Coach Bosz verzichtet auf intensive Analyse der Moskau-Pleite

Der Leverkusener Trainer Peter Bosz will sein Team nicht mit Details aus der Pleite in der Champions League langweilen. Er richtet seinen Blick viel lieber auf die bevorstehende Aufgabe gegen Union Berlin – und was seine Elf besser machen muss.

So richtig verdaut hat Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz die Auftaktniederlage in der Champions League noch nicht. „Das hat wehgetan“, sagte der 55-Jährige zwei Tage nach dem 1:2 gegen Lokomotive Moskau. Auf eine intensive Analyse mit seinen Spielern, die vor allem in der ersten Halbzeit eine indiskutable Leistung boten, verzichtete der drittälteste Coach der Liga aber. Denn bereits in den Partien zuvor gegen Hoffenheim (0:0) und in Dortmund (0:4) machte die Werkself vorne viel zu wenig aus ihrem Ballbesitz – und in der Defensive zu viele Fehler. „Wenn wir immer über das Gleiche sprechen, kommt es vielleicht nicht mehr so gut an“, erklärte Bosz.

Am Samstag (15.30 Uhr) empfängt er mit seiner Werkself nun Union Berlin in der BayArena. „Es ist nicht so, dass die Spieler nicht wollen. Diesen Vorwurf kann man ihnen nicht machen“, sagte Bosz mit Blick auf die Einstellung. Es fehle allerdings an Kreativität und Absprache, zudem müsse das Balltempo hoch gehalten und der Strafraum stets gut besetzt sein, betonte der Coach. Auch wenn der Liga-Neuling aus Berlin „sehr gefährlich“ werden könne, sei der Auftrag für seine Elf klar: „Es gibt keine Ausreden. Wir müssen gewinnen.“

Bayers Coach Peter Bosz am Rand des Champions-League-Spiels gegen Lokomotive Moskau. Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Nicht dabei helfen können wird Leon Bailey. Der Jamaikaner hat sich bei der Niederlage gegen Moskau einen Muskelfaserriss zugezogen und fällt rund vier Wochen aus. Ihn ersetzen könnte Lucas Alario. Sollte sich Bosz für den Argentinier entscheiden, dürfte Kevin Volland auf die Außenbahn ausweichen. Weitere Optionen sind Moussa Diaby und Paulinho.

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