Bayer 04 Leverkusen: Peter Bosz und Alfred Schreuder treffen sich zum Duell unter Freunden

Bayer 04 empfängt TSG Hoffenheim : Das Duell Bosz gegen Schreuder ist ein Duell unter Freunden

Werkself-Coach Peter Bosz und Hoffenheims neuer Trainer Alfred Schreuder kennen und schätzen sich seit vielen Jahren. Am Samstag kommt es in der BayArena zum Wiedersehen der beiden Niederländer.

Wenn Alfred Schreuder über die Werkself spricht, dann macht er das mit einem unverkennbaren Hang zur Begeisterung. „Für mich gehört Bayer 04 zu den geilsten Teams der Liga“, sagt der Trainer der TSG Hoffenheim. Sein Gegenüber Peter Bosz, mit dem Schreuder in Rotterdam und Breda einst zusammenspielte und sogar eine Fahrgemeinschaft bildete, lasse einen offensiven und mutigen Fußball spielen. „Und das wollen wir natürlich auch.“

Am Samstag (15.30 Uhr) empfängt der Werksklub Schreuder und die Kraichgauer zum Duell in der BayArena. Das Ziel von Bosz und seinen Profis ist, den mit drei Pflichtspielsiegen gelungenen Auftakt zu vergolden. Er sieht sein Team auf dem richtigen Weg. „Schon in der Vorbereitung sind wir jede Woche besser geworden – so auch in der Saison: Das Paderborn-Spiel war besser als das gegen Aachen und ich hoffe, dass unser Spiel gegen Hoffenheim besser wird als das zuletzt gegen Düsseldorf“, sagt der 55-Jährige.

Das Lob seines Freundes Schreuder könne er erwidern, betont Bosz. „Alfred war ein sehr fußballintelligenter Spieler, das sieht man auch bei ihm als Trainer: Er liebt Taktik und seine Teams haben immer guten Fußball mit einer Idee dahinter gespielt.“ Als Trainer standen sich die beiden Niederländer bereits zwei Mal gegenüber: ein Mal trennten sich ihre Teams unentschieden, ein Mal siegte Boszs Mannschaft.

Wirklich gut lief es für die Werkself gegen Hoffenheim aber zuletzt nicht. Der Herbstmeister der Saison 2008/09 gewann vier der vergangenen sechs Aufeinandertreffen. Allein in der abgelaufenen Spielzeit setzte sich die TSG jeweils klar mit 4:1 durch. Die Hoffnungen, dass es für Bayer 04 in dieser Saison wieder besser laufen könnte, ruhen unter anderem auch auf Kevin Volland.

Der 27-Jährige erzielte in den ersten drei Partien zwei Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Seit Bosz im Januar die Werkself übernommen hat, gibt es keinen deutschen Spieler mit mehr Scorerpunkten als Volland (neun Tore, 14 Vorlagen). Für einen Platz im Kader der Nationalmannschaft hat es für ihn dennoch wieder nicht gereicht. Das findet nicht nur Bosz schade. „Kevin hat nicht nur ein oder zwei Spiele gut gespielt – er spielt schon seit längerem sehr gut. Da hofft ein Spieler immer, dass er eine Einladung bekommt. Aber was nicht ist, kann noch werden“, macht der Coach seinem Schützling Mut.

01.07.2019, Nordrhein-Westfalen, Leverkusen: Fußball: Bundesliga, Trainingsauftakt Bayer Leverkusen. Trainer Peter Bosz (l) beobachtet Daley Sinkgraven beim Training. Foto: Marius Becker/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++. Foto: dpa/Marius Becker

Die Hoffnung, dass Vollands zehntes Länderspiel im November 2016 nicht auch sein letztes war, solle er daher nicht aufgeben. „Ich glaube nicht, dass das Thema für ihn definitiv vorbei ist“, erklärt Bosz. Die Nominierung seines Teamkollegen Lucas Alario für die argentinische Auswahl nach zwei Jahren Pause sollte Volland motivieren.

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