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Bayer 04 Leverkusen: Panagiotis Retsos sieht sein Team in der Champions League

Grieche ist wieder da : Retsos sieht Leverkusen in der Champions League

Für Panagiotis Retsos ist klar, dass die Werkself das Zeug für die Champions League hat – und er will Leverkusen nach seiner langen Verletzungspause schnellstmöglich dabei helfen, dieses Ziel zu erreichen.

Für Panagiotis Retsos – Kurzform: Panos – waren die vergangenen rund neun Monate eine schwierige Zeit. Am ersten Tag der Vorbereitung auf die Saison brach er sich bei einer Fahrradtour der Werkself die Hand. Kaum war die Verletzung überstanden, folgte die nächste Hiobsbotschaft: Ein Sehnenanriss im Gesäß bremste den Defensivmann knapp drei Monate aus. Als er endlich wieder fit und einsetzbar war, zog er sich bei seinem ersten Pflichtspiel Ende November einen Muskelfaserriss zu. Gerade einmal 30 Minuten hatte er gegen Ludogorets Rasgrad in der Europa League gespielt, ehe er unter Tränen wieder vom Platz humpeln musste. Es dürfte die härteste Phase in der noch jungen Karriere des Griechen sein.

Doch allzu lange will sich der in der Viererkette variabel einsetzbare Abwehrspieler nicht mit der Vergangenheit aufhalten. Er schaue jetzt nur noch nach vorne, betonte er nach der Trainingseinheit am Dienstag, die er komplett mit der Mannschaft und in voller Intensität absolvierte. Und das Wichtigste: ohne weitere Zwischenfälle. „Es wird mit jeder Einheit besser und besser“, sagt er. „Es tut gut, wieder bei dem Team zu sein.“ Allerdings brauche er noch etwas Zeit, um die Form zu erreichen, die er vor seiner ungewöhnlichen Anhäufung von Verletzungspech hatte. Sein Motto bis es soweit ist: „hart arbeiten, nach vorne schauen und gesund bleiben.“

Retsos hat ehrgeizige Ziele. Er räumt Bayer 04 trotz des jüngsten Rückschlages beim 1:3 gegen Bremen gute Chancen ein, in dieser Saison doch noch einen Platz unter den ersten vier Mannschaften zu erobern. „Wir haben die Qualität“, ist er überzeugt. „Ich denke, wir können es schaffen, uns für die Champions League zu qualifizieren.“ Das sei ihm vor allem auch deshalb wichtig, weil die Werkself es im Endspurt der Saison 2017/18 denkbar knapp verpasste, in die Königsklasse einzuziehen. Zur Erinnerung: Nur die bessere Tordifferenz verhalf der punktgleichen Borussia aus Dortmund zu Platz vier.

Dankbar ist der Grieche, der im Sommer 2017 für kolportierte 17,5 Millionen Euro von Olympiakos Piräus nach Leverkusen wechselte, für die volle Unterstützung seitens des Klubs. „Das war sehr wichtig für mich. Alle haben mir den Rücken freigehalten und mir geholfen – physisch und auch psychologisch“, sagt Retsos, der die medizinischen Möglichkeiten des Werksklubs als die „vielleicht besten in Deutschland“ hervorhebt. Aber auch die Hilfe der Mannschaftskollegen sei wichtig für die Verarbeitung und Überwindung der schwierigen Phase gewesen. „Sie waren immer für mich da. Ich bin wirklich dankbar, dass ich diese Jungs in meinem Team habe.“

Gut möglich, dass Trainer Peter Bosz Retsos beim Testspiel gegen Ajax Amstardam am Mittwoch einsetzt, das aus Sicherheitsgründen unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet. Um 14 Uhr wird die Partie im Ulrich-Haberland-Stadion angepfiffen. Freilich treten beide Teams angesichts der abgereisten Nationalspieler nicht in Bestbesetzung an, aber die Niederländer bringen als Viertelfinalist zumindest vorläufig ein wenig Champions-League-Glanz zurück nach Leverkusen.

Geht es nach Panos Retsos, ist das aber nur ein kleiner Vorgeschmack auf das, was kommende Saison folgen soll.