Bayer 04 Leverkusen: Neuer Kaderplaner Tim Steidten kommt aus Bremen

Neuer Kaderplaner von Bayer 04 : Steidten fällt der Bremen-Abschied nicht leicht

Nach über einem Jahrzehnt in der Scouting-Abteilung des SV Werder Bremen wechselt Tim Steidten nach Leverkusen, wo er Kaderplaner von Bayer 04 wird. Sportdirektor Simon Rolfes konnte den 40-Jährigen vom Wechsel überzeugen.

Der Werksklub hat den nächsten Transfer für die kommende Saison bestätigt. Vom SV Werder Bremen wechselt Tim Steidten ins Rheinland. Der Zugang ist mit 40 Jahren freilich über dem Zenit seines sportlichen Leistungsvermögens, soll Bayer 04 aber auch nicht auf, sondern neben dem Platz helfen. Er besetzt die zuletzt vakante Position des Kaderplaners in Leverkusen. Entscheidenden Anteil an seiner Verpflichtung hat Bayers Sportdirektor Simon Rolfes. Er kennt den Zugang noch aus gemeinsamen Zeiten bei der Bremer A-Jugend.

„Tim Steidten hat sich in einem extrem anspruchsvollen Betätigungsfeld über einen langen Zeitraum hinweg kontinuierlich bewährt“, betont Rolfes. Steidten habe die „bemerkenswerte Entwicklung und den Erfolg des SV Werder“ in den vergangenen Jahren stark beeinflusst. „Ich kenne Tim schon lange und wir sind froh, dass wir ihn in der strategisch so wichtigen Rolle als Kaderplaner nun für uns gewinnen konnten.“

In Bremen war Bayers Neuer zuletzt die „rechte Hand“ von Sportchef Frank Baumann, bereitete viele Transfers vor. Hervorheben lassen sich dabei die Verpflichtungen von Serge Gnabry (FC Arsenal) und des Niederländers Davy Klaassen (FC Everton). Vom Netzwerk Steidtens, dem Leverkusen dem Vernehmen nach ein lukratives Angebot unterbreitet haben soll, will nun der Werksklub profitieren.

Angefangen bei der U8 war Steidten beim SVW zunächst als Chefscout des Nachwuchses tätig, ehe er über die Analyse-Abteilung der Werder-Profis zum Chefscout des Bundesligisten aufstieg. Seit 2016 war Steidten Chef der Abteilung Kaderplanung und Scouting beim Achten der vergangenen Saison. Nun ist seine Aufgabe, Trainer Peter Bosz – in enger Absprache mit Sportdirektor Rolfes und Sportgeschäftsführer Rudi Völler – einen Kader zusammenzustellen, mit dem der Werksklub seine sportlichen Ziele erreichen kann.

„Natürlich fällt mir der Abschied nicht leicht. Werder ist mir in der ganzen Zeit sehr ans Herz gewachsen“, wird Steidten auf der Internetseite der Werderaner zitiert. Nun freue er sich auf die neue Aufgabe im „spannenden Umfeld“ bei Bayer. Insgesamt war er zehn Jahre als Spieler in unterschiedlichen Mannschaften für Werder im Einsatz und anschließend zwölf Jahre Mitarbeiter der Scouting-Abteilung.

In den kommenden Wochen und Monaten will das neue sportliche Führungs-Trio des Werksklubs den Kader komplettieren. Zwar seien Rolfes zufolge „alle Schlüsselpositionen besetzt“, ein Abwehrspieler soll aber mindestens noch kommen. „Da wir mit Wendell nur einen gelernten Linksverteidiger im Kader haben, werden wir auf dieser Position auf jeden Fall noch etwas machen“, sagt Rolfes.

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