Bayer 04 Leverkusen: Lukas Hradecky schreibt mit Finnland Geschichte

Bayer-Keeper feiert EM-Quali : Lukas Hradecky gelingt Historisches

Die Leverkusener Profis Lukas Hradecky und Joel Pohjanpalo haben mit Finnland Geschichte geschrieben und sich zum ersten Mal für eine Europameisterschaft qualifiziert. Österreich und Deutschland sind ebenfalls fix dabei.

Lukas Hradeckys Freitagabend war mit Sicherheit einer der denkwürdigsten seiner Profikarriere. Der frühere Bundesligaprofi Teemu Pukki, der inzwischen in der Premier League bei Norwich City aktiv ist, traf bei Finnlands 3:0 gegen Liechtenstein doppelt. Er hatte großen Anteil daran, dass sich die Skandinavier erstmals für eine EM-Endrunde qualifizieren konnten – sehr zur Freude von Hradecky, der den historischen Erfolg anschließend in der ihm eigenen unorthodoxen Art unter anderem mit einer Eulenmaske auf dem Kopf feierte. Platz zwei in der Gruppe hinter Italien wird Bayers Nummer eins den Sommerurlaub 2020 zwar entscheidend verkürzen, doch das wird weder den 29-jährigen Keeper noch seinen derzeit verletzten Landsmann Joel Pohjanpalo stören. Am Montagabend geht es für die Finnen in Griechenland weiter (20.45 Uhr).

Auch Österreich hat das EM-Ticket gelöst. Julian Baumgartlinger führte die Auswahl des ÖFB gegen Nordmazedonien als Kapitän aufs Feld. Innenverteidiger Aleksandar Dragovic gehörte ebenfalls zur Startelf. Die Gastgeber erwischten im Ernst-Happel-Stadion in Wien einen Start nach Maß. Die Grundlage dafür legte die „Bundesliga-Connection“.

In der siebten Minute brachte der Münchner David Alaba Österreich nach Vorlage des Mönchengladbachers Stefan Lainer in Führung. Das Team von Trainer Franco Foda dominierte fortan die Partie, kam aber trotz einiger guter Chancen des Ex-Bremers Marco Arnautovic vorerst nicht zu weiteren Treffern. In der zweiten Halbzeit trafen die Gastgeber indes erneut. Dieses Mal war es Lainer selbst, der per Abstauber einnetzte. Österreich ließ kaum Chancen der Nordmazedonier zu. Quasi mit dem Schlusspfiff traf Vlatko Stojanovski zwar zum 1:2-Anschluss, doch das trübte die Freude der Österreicher über die dritte Teilnahme an einer EM-Endrunde freilich nicht. Am Dienstag folgt noch das Spiel in Lettland (20.45 Uhr).

Auch die deutsche Nationalmannschaft ist dabei. Dank eines souveränen 4:0-Erfolgs gegen Weißrussland, bei dem Jonathan Tah (angeschlagen) und Nadiem Amiri über 90 Minuten auf der Bank saßen, ist dem Team von Bundestrainer Joachim Löw einer der ersten beiden Plätze in Gruppe C nicht mehr zu nehmen. Matthias Ginter brachte das DFB-Team in „seinem“ Heimstadion in Mönchengladbach in Führung. Die Gastgeber drückten nach der Halbzeit auf die Vorentscheidung – mit Erfolg. Leon Goretzka und ein Doppelpack von Toni Kroos ließen keine Zweifel mehr am Sieg. Weil sich Nordirland und die Niederlande torlos trennten, ist die Teilnahme sicher.

Am Dienstag folgt zum Abschluss der Qualifikation und im Fernduell mit den Niederlanden um den Gruppensieg die Partie gegen Nordirland (20.45 Uhr). Tah und Amiri könnten dabei zum Einsatz kommen. Kai Havertz hat indes die Länderspielreise verpasst. Er kuriert einen Faserriss aus, den er sich beim 2:0-Sieg in Wolfsburg zuzog.

Weiter geht’s für die Werkself in der Liga am Samstag. Dann gastiert der Tabellenvierte SC Freiburg in der BayArena (15.30 Uhr).