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Bayer 04 Leverkusen: Lucas Alario steht im Olympia-Kader

Bayer-Profi nominiert : Lucas Alario steht in Argentiniens Olympia-Kader

Für den 28 Jahre alten Angreifer von Bayer Leverkusen könnte das Turnier in Tokio auch ein Sprungbrett werden, um sich für einen neuen Klub zu empfehlen. Er gilt als Wechselkandidat.

Für die Copa América hat es bei Lucas Alario nicht gereicht. Bis zuletzt hatte der argentinische Stürmer von Bayer 04 gehofft, bei der aktuell in Brasilien ausgetragenen Südamerikameisterschaft für sein Heimatland auflaufen zu dürfen. Seine Ende April erlittene Muskelsehnenverletzung im Oberschenkel machte dem 28-Jährigen jedoch einen Strich durch die Rechnung. Im Gegensatz zu seinem Teamkollegen Exequiel Palacios wurde Alario kurz vor Turnierbeginn von Nationaltrainer Lionel Scaloni aus dem Kader gestrichen. Jetzt taucht sein Name plötzlich auf der Liste der Spieler auf, die für Argentinien bei dem Olympischen Fußballturnier in Tokio (22. Juli bis 7. August) antreten sollen.

Alario ist damit einer von drei Spielern in der vorläufigen Auswahl von Olympiacoach Fernando Batista, der älter als 23 Jahre alt ist und per Ausnahmereglung am Turnier teilnehmen dürften. In der Gruppenphase trifft Argentinien auf Ägypten, Australien und Spanien. Sollte der Bayer-Stürmer, der vergangene Saison mit elf Treffern erfolgreichster Liga-Schütze der Werkself war, die Reise nach Asien antreten, würde er die Vorbereitung in Leverkusen unter Neu-Coach Gerardo Seoane wohl komplett verpassen.

Dem Vernehmen nach soll Alario eine Rückkehr unters Bayer-Kreuz aber ohnehin nicht um jeden Preis befürworten. Der 1,85-Meter-Mann ist unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten in Leverkusen. Vergangene Bundesliga-Saison stand er lediglich zwölf Mal in der Startelf, nur vier Mal durfte er über die vollen 90 Minuten ran. Da sein Vertrag beim Werksklub nur noch bis 2022 gültig ist, würde Bayer auch nur noch in diesem Jahr eine Ablöse für den Torjäger kassieren. Von einer erfolgreiche Olympiateilnahme könnten daher sogar beide Seiten profitieren.

Ginge es nach Lars Bender, sollte Alario das Turnier aber vor allem eines – genießen. „Olympia war vielleicht das wichtigste Ereignis, das ich spielen konnte und durfte“, sagte der Silbermedaillengewinner von 2016. Er hatte das Gefühl, dass es dabei um mehr als nur um Geld ginge, und zwar „um den sportlichen Wettstreit mit anderen Spielern aus anderen Nationen. Das war ein tolles Gefühl. Dieses Erlebnis kann man jedem nur nahelegen.“