Bayer 04 Leverkusen: Leon Bailey glaubt an das Jahr der Werkself

„Das wird unser Jahr“ : Bailey schwärmt vom Offensivstil bei Bayer

Der Flügelstürmer von Bayer 04 glaubt, dass es das Jahr der Werkself wird. Er hat sich vorgenommen, mit Leverkusen sowohl in der Champions League als auch der Bundesliga richtig durchzustarten. In der Liga hofft er auf eine Platzierung unter den ersten drei Mannschaften.

Die Freude über sein Blitz-Tor in Aachen stand Leon Bailey auch Tage danach noch ins Gesicht geschrieben. Beim Regionalligisten hatte er nur 21 Sekunden nach seiner Einwechslung getroffen – und der Werkself somit zum Weiterkommen verholfen. „Das war definitiv das schnellste Tor, dass ich je geschossen habe und mein schönstes Geburtstagsgeschenk“, sagt Bailey, der am Tag zuvor seinen 22. Geburtstag gefeiert hatte. „Der Trainer hat mir gesagt, dass ich hinter die Abwehrkette laufen soll. Ich habe zugehört und meinem Trainer vertraut.“

Für Bailey dürfte sein erstes Pflichtspieltor in der neuen Spielzeit auch ein Befreiungsschlag gewesen sein. Denn die vergangene Saison verlief für ihn alles andere als optimal. Nach seinem Durchbruch in 2017/18 fand sich der Jamaikaner nach mäßigen Auftritten im ersten Saisondrittel der abgelaufenen Spielzeit bisweilen häufiger auf der Ersatzbank wieder, als ihm lieb war. Erst mit der Verpflichtung von Peter Bosz als Trainer zu Jahresbeginn kam auch der Flügelstürmer besser in Fahrt. Erst wenige Spieltage vor dem Saisonfinale bremste ihn eine gegen Nürnberg erlittene Oberschenkelverletzung erneut aus.

„Es war ein schwieriges Jahr für mich. Aber das hat nicht daran gelegen, wie ich gespielt habe – an meiner Qualität habe ich nie gezweifelt“, sagt Bailey. Es habe aber „viele Enttäuschungen“ gegeben und er sei auch nur ein Mensch. „Und wenn ein Spieler nicht glücklich ist, kann er nicht sein Bestes geben“, erklärt er.

Die Mannschaft sieht er indes auf dem richtigen Weg. „Wir haben große Schritte nach vorne gemacht und ich bin glücklich, dass wir es in die Champions League geschafft haben.“ Für die am Samstag mit der Partie gegen Paderborn beginnende Bundesliga-Saison haben er und die Werkself sich viel vorgenommen. „Das wird unser Jahr“, vermutet Bailey. „Wir wollen nicht nur in der Champions League sein, sondern dort auch große Dinge erreichen. Und in der Bundesliga können wir es sicher in die Top drei schaffen.“

Ob er von Beginn an spiele oder von der Bank komme, sei zunächst zweitrangig. Bailey: „Mein Job ist, immer 100 Prozent zu geben. Das ist Leon Bailey.“ Seine Verletzung habe der Halbfinalist beim Gold Cup – seinen ersten Auftritten für Jamaikas Nationalteam in diesem Sommer – überstanden. „Der Gold Cup war eine gute Erfahrung“, sagt Bailey zu seiner Teilnahme an der Kontinentalmeisterschaft für Nord-, Mittelamerika und der Karibik. „Ich konnte mein Land vertreten und nach meiner Verletzung in der Bundesliga Spielpraxis sammeln. Ich bin glücklich, dass ich diese Entscheidung getroffen habe.“

Leverkusens Leon Bailey dribbelt den Ball über den Rasen. Foto: dpa/Uwe Anspach

Nun fühle sich der 1,78 Meter große Angreifer bereit für die neue Spielzeit. „Ich mag unseren offensiven Stil. Wir müssen den Fokus 90 Minuten hochhalten, denn dann können wir dem Gegner richtig Schaden zufügen.“ So wie Bailey mit seinem Blitz-Tor in Aachen.

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