Bayer 04 Leverkusen lässt die Effizienz vermissen

Nur zwei Schüsse aufs Tor : Bayer lässt gegen Hoffenheim die Effizienz vermissen

Bayer Leverkusen dominiert die Partie gegen Hoffenheim, verpasst es aber, sich echte Torchancen herauszuspielen. Bayer-Trainer Peter Bosz ist der Meinung, dass die Werkself ihr bislang bestes Saisonspiel gezeigt hat.

Keine Tore, viel Dominanz, wenig Chancen, ein Punkt – mit der Einordnung des 0:0 der Werkself am Samstag gegen die TSG Hoffenheim taten sich Spieler und Funktionäre des Werksklubs gleichermaßen schwer. Zum einen machten sie ihrem Frust über die zwei nicht gewonnen Punkte deutlich. Zum anderen waren sie mit der Spielweise zufrieden. „Der letzte Pass kam nicht an“, sagte Rudi Völler. Der Sportgeschäftsführer betonte jedoch, dass Bayer 04 seine Spielform nicht ändern werde. „Neun Punkte wären ein überragender Start gewesen, jetzt sind es nur sieben. Aber es funktionieren schon viele Dinge richtig.“

Das war gut Die Werkself strahlte über 90 Minuten Dominanz aus, die TSG verbuchte lediglich wenige Konterchancen. Zum ersten Mal seit dem 20. April musste Torhüter Lukas Hradecky nicht hinter sich greifen. Der Einsatz stimmte und angestachelt durch die Zuschauer entfachte Bayer 04 in der Schlussphase einen enormen Druck.

Das muss besser werden Deutlich mehr Ballbesitz (75 Prozent), eine Vielzahl an Eckbällen (19) und 20 Torschüsse verdeutlichen die Dominanz der Werkself auch in den Zahlen. Unter dem Strich bleibt jedoch die erste Bundesliga-Partie ohne eigenes Tor seit der Premiere von Trainer Peter Bosz im Januar gegen Mönchengladbach (0:1). Denn: echte Gefahr strahlte Bayer 04 nur selten aus. Von den Schüssen, die in Richtung des TSG-Keepers Alexander Baumann flogen, musste dieser nur zwei entschärfen. Zudem fanden nur acht der 46 Flankenbälle einen Abnehmer – ausbaufähig.

Die Chance des Spiels Nur zwei Minuten nach seiner Einwechslung bot sich Nadiem Amiri die große Gelegenheit, gegen seinen ehemaligen Klub zum Helden zu werden. Beinahe hätte der 22-Jährige einen Stellungsfehler von Baumann ausnutzen können, ging beim Flankenball von Leon Bailey volles Risiko – und schoss den Ball volley weit über das Tor in Richtung Nordkurve (64.). Es wäre der perfekte Einstand für den U21-Vize-Europameister gewesen.

Der Pfiff des Spiels Einmal zappelte der Ball im Netz der Hoffenheimer, doch Schiedsrichter Felix Zwayer hatte die Partie bereits bei der Ausführung des Eckballs abgepfiffen, in dessen Folge der Ball im Tor lag (93.). Sven Bender und ein Hoffenheimer waren zusammengeprallt. Zwayer ließ die Ecke zum Unmut des Leverkusener Anhangs wiederholen.

Die Stimmen des Spiels „Es war das beste Spiel, das ich in dieser Saison von meinem Team gesehen habe“, sagte Trainer Peter Bosz nach der Partie. Die passende Erklärung lieferte sein Kapitän Lars Bender, der seinem Coach beipflichtete: „Wir haben das Spiel im Gegensatz zur Partie in Düsseldorf über 90 Minuten kontrolliert, dominant gespielt und endlich mal kein Gegentor kassiert. Das ist positiv. Nach vorne hatten wir die ein, zwei Möglichkeiten.“

So geht’s weiter Nach der Länderspielpause muss die Werkself am Samstag, 14. September, auswärts beim Vizemeister Borussia Dortmund antreten. Anstoß bei der von Lucien Favre trainierten Elf ist um 15.30 Uhr.

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