Bayer 04 Leverkusen: Kevin Vollands Forderung für den letzten Test

Härtetest gegen den FC Valencia : Bayers Volland fordert Leidenschaft

Sieben Partien, ein Sieg, 14:14 Tore – bei der Werkself ist niemand mit den bisherigen Testspielergebnissen zufrieden. Angreifer Kevin Volland hat daher eine klare Vorstellung davon, wie der letzte Test gegen den FC Valencia laufen soll.

Die Sommerpause nähert sich ihrem Ende. Am 10. August startet mit dem Pokalspiel in Aachen die Pflichtspielsaison. Eine Woche später tritt der Aufsteiger SC Paderborn in der BayArena zum ersten Spieltag der Liga an. Viel Zeit bleibt Trainer Peter Bosz also nicht mehr, um seine Mannschaft in wettkampftaugliche Form zu bringen. Ein wichtiger Gradmesser für den Zustand der Profis wird freilich das letzte Testspiel der Vorbereitung gegen den FC Valencia am Sonntag (14 Uhr).

Im Rahmen der offiziellen Saisoneröffnung von Bayer 04 kommt in dem spanischen Champions-League-Teilnhemer ein Topteam nach Leverkusen, das die bisherigen Testspielgegner in den Schatten stellt. Bislang wusste die Werkself nur gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV zu überzeugen (4:0). Das war in der ersten Woche der Vorbereitung. Danach gelang Bayer 04 kein weiterer Sieg in sechs Spielen. Bosz nahm das nach dem 3:4 gegen Almelo sowie dem 1:1 gegen Arnheim am Sonntag zum Anlass, seine Unzufriedenheit zu äußern und die Spieler in die Pflicht zu nehmen. In der vierten Woche der Vorbereitung müsse man langsam auch mal ein Spiel gewinnen, forderte der Niederländer. Ein Spiel bleibt dafür noch.

Angreifer Kevin Volland hat dafür Verständnis. „Wenn der Trainer bei zwei Gegnern, gegen die wir ganz klar die bessere Qualität haben, zwei Siege fordert, ist das normal“, sagt der 27-Jährige. „Es ist doch klar, dass der Trainer angefressen war.“ Aber das gelte ebenso für die Spieler. „Der freie Montag war nicht so cool zuhause. Mich haben die Ergebnisse auch gewurmt.“

Umso wichtiger ist es Volland, gegen den FC Valencia im letzten Test ein Erfolgserlebnis zu haben. „Das ist ein dicker Brocken“, sagt er und gibt die Marschrichtung vor: „Wir müssen ein anderes Gesicht zeigen, mit mehr Leidenschaft spielen und alle zusammen über 90 Minuten unser Bestes geben.“ Entscheidend sei, dass sich die Werkself mit einem starken Auftritt gegen die Spanier ein gutes Gefühl für das Spiel gegen Aachen hole.

Der Stürmer weiß aus den vorigen Spielzeiten zu gut, wie wichtig ein gelungener Auftakt in die Saison ist. In den vergangenen Jahren startete Bayer stets mit einer Niederlage in die Liga. „Wir müssen auch im Kopf auf den Punkt klar und wach sein – und den inneren Schweinehund überwinden.“ Er sehe die Partie gegen Valencia als Pflichtspiel an und ist in der Analyse der bislang eher bescheidenen Ergebnisse aus der Testspielphase deutlich. Es fehle der Werkself noch „ein bisschen was“ bis zum Toplevel. „ Wir waren in den letzten Spielen nicht kompakt und sind nicht konsequent genug ins Gegenpressing gegangen. Dadurch hatten wir zu viele Lücken auf dem Platz. Das müssen wir verhindern.“

Das gilt umso mehr gegen Valencia, das bereits in der vergangenen Saison der letzte Testspielgegner der Vorbereitung war. Die damals noch von Heiko Herrlich trainierte Werkself unterlag 0:3 bei den Spaniern, die sich unter Trainer Marcelino García als vierte Kraft hinter dem FC Barcelona sowie den beiden Madrider Klubs Real und Atlético etabliert haben. Ein echter Härtetest also für Volland und Co.

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