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Bayer 04 Leverkusen: Kevin Volland vor dem Absprung zu AS Monaco

Fortgeschrittene Verhandlungen : Volland vor dem Absprung nach Monaco

Bayer Leverkusens Vize-Kapitän Kevin Volland steht offenbar kurz vor einem Wechsel in die französische Ligue 1 zu AS Monaco. Derweil muss Leon Bailey nach seinem Corona-Kontakt länger in der Karibik verweilen als zunächst gedacht.

Selten zuvor gab es in den vergangenen Jahren kurz vor dem Pflichtspielstart so viele personelle Fragezeichen beim Werksklub wie vor dieser Saison. Während sich der Transferpoker zwischen Bayer 04 und dem FC Chelsea, der sich um die Dienste von Ausnahmetalent Kai Havertz bemüht, weiter hinzieht, ist bei Kevin Volland nun offenbar eine Entscheidung gefallen. Und die bedeutet: Trennung. Dem Vernehmen nach wird sich der Angreifer der AS Monaco anschließen. Die Ablöse für den 2016 aus Hoffenheim unters Bayer-Kreuz gewechselten Stürmer soll bei rund 20 Millionen Euro liegen. In Monaco würde Volland auf den ehemaligen Bayern-Coach Niko Kovac treffen, der seit Anfang der Saison in Frankreich Trainer des französischen Erstligisten ist.

Beinahe ein Jahr hatten Volland und der Werksklub vergeblich versucht, sich auf eine vorzeitige Verlängerung des 2021 endenden Vertrags zu verständigen. Nun stehen die Zeichen klar auf Abschied. Das ist vor allem daher bemerkenswert, da Sportdirektor Simon Rolfes den ehemaligen deutschen Nationalspieler noch im Mai als „ganz wichtigen Baustein“ für die Zukunft der Werkself bezeichnet hat.

In den Gesprächen mit den Vertretern aus dem Fürstentum sollen sich die Verantwortlichen aus Leverkusen im Gegenzug nach einem Innenverteidiger der Monegassen erkundigt haben: Benoit Badiashile. Der 19-Jährige gilt als großes Abwehrtalent und soll bereits mehrere Anfragen auch aus England erhalten haben. Nach aktuellem Stand erscheint es unwahrscheinlich, dass Monaco seinen französischen U-Nationalspieler – ein Linksfuß – in diesem Sommer ziehen lässt. Da die Konkurrenz zudem groß ist, dürfte eine Verpflichtung für den Werksklub schwierig werden.

So ist weiter unklar, wie stark sich der Kader im Vergleich zum Vorjahr verändern wird. Sollte es alsbald eine Einigung im Fall Havertz geben, dürfte der erste Domino-Stein gefallen sein und Bewegung in die Transferaktivitäten des Werksklubs kommen. Offen ist ist zudem weiter, wer Nachfolger des nach Leipzig abgewanderten Co-Trainers Xaver Zembrod wird. Bayer 04 befindet sich eigenen Angaben zufolge zwar in „finalen Gesprächen“, spruchreif ist aber wohl noch nicht, wer auf den 54-Jährigen folgt.

Am Freitagabend wurden Leverkusens Spieler, Trainer und Verantwortliche in der BayArena auf das Coronavirus getestet. Leon Bailey fehlte dabei. Der 23-Jährige war vor einer Woche Gast auf der Geburtstagsfeier von Olympiasieger Usain Bolt. Nachdem sich herausgestellt hatte, dass der 34-jährige Ex-Sprinter positiv auf das Coronavirus getestet wurde, begab sich Bailey Vereinsangaben zufolge in häusliche Quarantäne.

Diese sollte er eigentlich nach seiner Rückkehr ins Rheinland fortsetzen, doch die jamaikanischen Behörden stoppten den Privatflug Baileys kurz vor dem Start nach Deutschland aufgrund örtlicher Hygiene-Verordnungen. Der Flügelangreifer wird daher wohl erst in der übernächsten Woche ins Training in Leverkusen einsteigen können.

Info Für den Fall, dass in der Saison 2020/21 unter bestimmten Hygiene- sowie Organisationsvorgaben wieder Zuschauer in der Bundesliga zugelassen werden, will Bayer 04 das reduzierte Ticket-Kontingent zunächst an Dauerkarteninhaber mittels Online-Formular verlosen. Infos unter www.bayer04.de