Bayer 04 Leverkusen: Kapitän Lars Bender arbeitet an seiner Rückkehr

Nach Faserriss : Bayer-Kapitän Lars Bender arbeitet an seiner Rückkehr

Der 29-Jährige fehlt Bayer 04 bereits seit acht Pflichtspielen. Nach einigen Rückschlägen hofft er nun, am kommenden Sonntag zur Partie in Hannover in den Kader der Werkself zurückkehren zu können.

Die Werkself ist derzeit hinter dem Rekordmeister aus München die zweitbeste Mannschaft der Rückrunde. Auch beim jüngsten 2:0 gegen Freiburg bewies das Team von Trainer Peter Bosz, wie positiv es sich in den vergangenen Wochen entwickelt hat. Dabei ist es beinahe ein wenig untergegangen, dass Bayer 04 schon seit Wochen ohne seinen Kapitän Lars Bender auskommen muss. Der hatte sich nach dem 3:0-Erfolg in Wolfsburg Ende Januar wegen eines Faserrisses im Oberschenkel verletzt abgemeldet. In der vergangenen Woche kehrte der 29-Jährige ins Teamtraining zurück, für einen Einsatz gegen Freiburg reichte es aber noch nicht. Das neue Ziel lautet nun: Ein Kaderplatz für das Spiel am Sonntag in Hannover (18 Uhr).

Während seine Teamkollegen am Dienstag mit einer lockeren Einheit in die Hannover-Woche eingestiegen sind, trainierte Lars Bender lediglich individuell. „Wir schauen von Tag zu Tag und wollen nichts überstürzen“, sagte er. Der Heilungsprozess verlief bei ihm zuletzt „nicht so cremig, wie wir uns das vorgestellt haben. Deswegen sind wir am Wochenende auch kein Risiko eingegangen.“

Wie der dienstälteste Bayer-Profi, der seit 2009 das Trikot der Werkself trägt, erklärte, hätten sich nach seiner Rückkehr ins Mannschaftstraining andere Beschwerden bemerkbar gemacht. Woher diese kämen, wisse er nicht. „Vielleicht wollte mir mein Körper damit sagen, dass ich mich noch ein wenig schonen soll. Ich habe es vielleicht ein bisschen zu sehr gewollt“, sagte er.

Die Frage, ob die gute Phase in der Liga das Warten auf sein Comeback vereinfache, verneinte Bender. Darum gehe es nicht. „Fußball ist einfach unsere Leidenschaft. Und jeder, der Fußball spielt, und den Sport so liebt wie ich, weiß, dass das dann keine Rolle spielt.“ Freilich mache es die Mannschaft aktuell gut, betonte Bender – und sein Warten damit dann doch „erträglicher“.

In der Liga lief es für die Bosz-Elf zuletzt auch ohne den Kapitän. Mitchell Weiser vertrat Lars Bender in den vergangenen acht Pflichtspielen solide als Rechtsverteidiger. Die Entwicklung als Mannschaft insgesamt beschrieb Lars Bender als „sehr positiv“. Schon nach dem verlorengegangenen Rückrundenauftakt gegen Gladbach habe er das Gefühl gehabt, dass es „in diese Richtung“ gehen könne. „Da haben wir schon in sehr gutes Spiel gemacht und uns dann kontinuierlich gesteigert.“ Nur die verpassten Chancen im DFB-Pokal und in der Europa League täten weh. „In beiden Wettbewerben wäre viel möglich gewesen“, betonte Bender. Diese Kapitel müssten nun aber abgehakt werden.

So kann sich Leverkusen schon jetzt ungestört auf das Duell beim Vorletzten aus Hannover konzentrieren. Die Niedersachsen unterlagen zuletzt mit 1:5 gegen den VfB Stuttgart und präsentierten sich wie ein Absteiger. „Ich hätte mir gewünscht, dass sie am Wochenende nicht so auf die Mütze bekommen hätte“, sagte Bender. „Sie werden sicher eine Reaktion zeigen wollen und entsprechend in das Spiel gehen, wahrscheinlich über sich hinauswachsen. Das macht es gefährlich.“

Um die Hoffnung unter dem Bayer-Kreuz auf eine Champions-League-Teilnahme aufrechtzuerhalten, sollte ein Sieg am 25. Spieltag dennoch Pflicht für die Werkself sein. Bender: „Wenn wir es so seriös wie in den letzten Wochen angehen, werden wir unsere Ziele erreichen.“

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