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Bayer 04 Leverkusen kann am Samstagabend der lachende Dritte sein

Anschluss zum Spitzenduo : Bayer 04 will der lachende Dritte sein

Bayer 04 Leverkusen empfängt an diesem Samstagnachmittag (15.30 Uhr) das Schlusslicht Greuther Fürth. Die Rollenverteilung ist klar, doch Trainer Gerardo Seoane warnt vor dem Aufsteiger.

Wenn am Samstagabend das ewig brisante Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayern München angepfiffen wird, schaut auch Bayer Leverkusens Trainer Gerardo Seoane aufmerksam zu. Sein Team könnte je nach Verlauf des Topspiels zum lachenden Dritten werden – im wahrsten Sinne des Wortes. Denn die Werkself lauert auf Platz drei auf einen Ausrutscher der beiden Mannschaften vor ihr und hat die ungleich unspektakuläre Aufgabe gegen Greuther Fürth zu lösen. Anpfiff ist um 15.30 Uhr in der BayArena.

Sein Interesse an der Partie BVB gegen FCB sei aber nicht von der Tabelle geleitet, sondern rein sportlicher Natur, versichert Seoane. „Selbstverständlich werde ich das Spiel schauen, aber als Bundesligatrainer, der sich so viel wie möglich anschaut, um die Gegner zu studieren. Wir spielen ja auch nochmal gegeneinander – das ist spannend zu sehen und ich freue mich auf dieses Spiel.“

Damit der Fernsehabend des Schweizers eine entspannte Angelegenheit wird, muss Bayer aber freilich am Nachmittag zunächst das Schlusslicht aus Fürth schlagen. Eine klarere Rollenverteilung könnte es kaum geben: Auf der einen Seite die hochkarätig besetzte Werkself, die nach dem 3:1-Sieg zuletzt in Leipzig mit Rückenwind in den Spieltag geht, auf der anderen Seite der noch sieglose Aufsteiger, der schon zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison keine Chance auf den Klassenerhalt zu haben scheint.

„Das eine ist die tabellarische Lage, das andere die Leistung. Fürth hat in vielen Spielen gezeigt, dass sie es verdient hätten, mit mehr Punkten dazustehen“, sagt Seoane. Fürth sei eine mutige Mannschaft, die sich nicht nur hinten reinstelle. „Sie pressen den Gegner und wollen Fußball spielen.“ Aber der 43-Jährige hat nicht nur einen Plan gegen den Tabellenletzten, er kann auch personell beinahe wieder aus dem Vollen schöpfen. Mitchel Bakker (Syndesmosebandriss), Julian Baumgartlinger (Kreuzbandriss) und Timothy Fosu-Mensah (Aufbautraining) fallen aus, der Rest des Kader ist fit.

„Wir sind gefordert, von Anfang an sehr fokussiert ans Werk zu gehen. Jedes Spiel beginnt bei 0:0“, betont Seoane. Er will sich nicht von etwaigen Rollenspielen, wer nun klarer Favorit und wer Außenseiter ist, blenden lassen. „Wir sind ambitioniert und wollen und stetig weiterentwickeln. Dafür müssen wir jedes Spiel und jeden Tag nutzen.“ Einen Spannungsverlust könne sich Bayer auch gegen das Schlusslicht nicht leisten. Seoanes Rezept gegen physisch präsente Fürther: „Wir müssen ähnlich wie in Leipzig unser Spiel sehr zielstrebig aufbauen, damit der Gegner keinen Zugriff bekommt.“