Bayer 04 Leverkusen: Kai Havertz und Julian Brandt bleiben in Kontakt

Jungstar zurück im Bayer-Training : Kai Havertz vermisst seinen Freund Julian Brandt

Kai Havertz ist nach seinem Sonderurlaub zurück im Training von Bayer 04. Zum ersten Mal seit seinem Einstieg bei den Profis 2016 fehlt Julian Brandt. Die beiden bildeten ein kongeniales Mittelfeld-Duo.

In den vergangenen zwei Jahren waren sie ein Herz und eine Seele – auf sowie neben dem Platz. Selbst den Sommerurlaub verbrachten die beiden deutschen Nationalspieler gemeinsam. Doch Julian Brandt spielt nicht mehr unter dem Bayer-Kreuz, sondern in Dortmund – und Kai Havertz hat seinen kongenialen Partner für das offensive Mittelfeld verloren. „Na klar vermisse ich ihn“, sagte der 20-Jährige am Montag. „Er war nicht nur mein Mitspieler, sondern auch ein guter Freund. Ich habe schon sehr gehofft, dass Leverkusen es irgendwie schafft, ihn zu halten“, betonte er. Das habe leider nicht funktioniert. Doch an der Freundschäft ändere das freilich nichts. „Wir sind nach wie vor sehr gute Freunde und bleiben natürlich in Kontakt.“

Am Montag trainierte Havertz ebenso wie Aleksandar Dragovic, Tin Jedvaj, Lukas Hradecky und Paulinho zum ersten Mal mit der Mannschaft auf dem Rasen. Das Quintett war nach dem Ende der vergangenen Saison noch auf Länderspielreisen und stieg daher nun mit einer Woche Verspätung in die Vorbereitung ein. Der Österreicher Julian Baumgartlinger, der Anfang Juni über Schmerzen im Sprunggelenk klagte, war hingegen noch nicht dabei. Er wird am Mittwoch, wenn die neuen Trikots für die kommende Spielzeit vorgestellt werden sollen, in Leverkusen zurückerwartet. Jonathan Tah, Leon Bailey und Charles Aránguiz waren bis vor wenigen Tagen noch im Einsatz und sollen erst nach dem Trainingslager (15. bis 21. Juli) einsteigen.

Havertz holte wie die anderen Nationalspieler am Sonntag die medizinischen Leistungstests in der BayArena nach – und zeigte sich mit den Ergebnissen zufrieden. Im Urlaub habe er zwar „auch mal die Beine hochgelegt“, sich aber freilich fit gehalten. „Es hat gutgetan, jetzt endlich wieder einen Ball am Fuß zu haben.“ Havertz schätzt, dass er bereits am Samstag bei den Testspielen gegen Fortuna Sittard (15 Uhr) und KAS Eupen (17 Uhr), die beide am Kurtekotten ausgetragen werden, zum Einsatz kommen wird.

Der Fokus des umworbenen Linksfußes liegt freilich auf dem Pflichtspielauftakt im Pokal bei seinem Jugendverein Alemannia Aachen (10. August). Obwohl er nie auf dem Tivoli gespielt habe, freue er sich auf die Rückkehr. „Gegen den alten Verein zu spielen, ist immer etwas Besonderes“, erklärte Havertz. Von den Zugängen Kerem Demirbay, Daley Sinkgraven und Moussa Diaby hat er einen positiven Eindruck. „Wir haben uns schon sehr gut verstärkt“, sagte er. Ob noch jemand dazukomme, werde man sehen. Fest steht: „Wir werden Spaß mit den neuen Spielern haben.“

Rot markiert haben wird sich der 1,88-Meter-Mann neben der Partie in Aachen sicher auch den 4. Spieltag. Dann trifft er mit der Werkself auf Borussia Dortmund – und damit auf Brandt, erstmals als Gegner und nicht als Freund.

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