Bayer 04 Leverkusen: Kai Havertz ist unersetzbar

Stets in der Startelf: Havertz ist für Bayer 04 unersetzbar

Kai Havertz trumpft in dieser Saison sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Bühne auf. Sein Trainer Heiko Herrlich gibt ihm vor dem Zürich-Spiel ein durchweg positives Zeugnis.

So richtig erklären kann sich Kai Havertz seinen persönlichen Höhenflug in der Europa League auch nicht. In drei Partien gegen Rasgrad, Larnaka und Zürich sind dem 19-jährigen Mittelfeldspieler von Bayer 04 bereits drei Tore und drei Vorlagen gelungen. Am Flutlicht liege es zumindest nicht, erklärte Havertz. „Vielleicht ist es Modus: Um dein Ziel in der Gruppenphase zu erreichen, eine Runde weiterzukommen, hast du nur sechs Spiele“, sagte er vor der Partie am Donnerstag (21 Uhr) gegen den FC Zürich. Im Vergleich zur Bundesliga mit 34 Spieltagen dürfe man sich im europäischen Wettbewerb deshalb kaum Ausrutscher leisten. „K.o.-Spiele, in denen es um alles geht, haben mich schon immer besonders motiviert.“

An Havertz führt momentan kein Weg vorbei. Er ist eine der wenigen Konstanten in Bayers bislang durchwachsener Saison. 1296 Minuten stand der gebürtige Aachener schon für die Werkself auf dem Platz. In jedem der 15 Pflichtspiele stellte ihn sein Trainer Heiko Herrlich in die Startformation. Vor rund zwei Monaten feierte Havertz darüber hinaus sein Debüt in der A-Nationalmannschaft. „Wir sind mit ihm in allen Bereichen zufrieden“, lobte Herrlich seinen Schützling. Dass sein bester Scorer bislang vor allem in der Europa League auftrumpfen konnte, wollte der Fußballlehrer aber so nicht stehen lassen. „Er hat auch in den Liga- und Pokalpartien sehr gut gespielt“, merkte Leverkusens Coach an.

Als Vorteil sieht Herrlich, dass Havertz schon in den U-Nationalteams Erfahrung auf internationaler Ebene sammeln konnte. „Was bei ihm einfach wichtig ist: Er schert sich nicht darum, wer der Gegner ist. Ob da ein großer Verein oder großer Name kommt – er geht einfach rein und gibt sein Bestes.“

Einen Havertz in Bestform wird die Werkself sicher auch am Donnerstag gebrauchen, wenn der FCZ in der BayArena gastiert. Mit einem Sieg gegen die Schweizer bei gleichzeitigem Remis im Parallelspiel zwischen Larnaka und Rasgrad wäre Leverkusen bereits zwei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase für die Zwischenrunde qualifiziert.

Helfen würde sicherlich auch gerne Karim Bellarabi. Der Flügelstürmer befand sich zuletzt wohl in der Form seines Lebens, ehe er ebenso wie Teamkollege Sven Bender bei der 1:4-Niederlage gegen die TSG Hoffenheim wegen muskulärer Probleme ausgewechselt werden musste. „Es macht keinen Sinn, bei Karim und bei Sven irgendein Risiko einzugehen. Ich sehe eine große Chance, dass beide bis Sonntag fit werden, aber auch da machen wir kein Harakiri“, sagte Herrlich mit Blick auf das nächste Liga-Spiel in Leipzig am Sonntag (15.30 Uhr).

Während Sven Bender und Bellarabi ausfallen, stehen Charles Aránguiz und Panagiotis Retsos vor der Rückkehr. Beide sind nach überstandenen Verletzungen wieder einsatzbereit.

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