Bayer 04 Leverkusen: Julian Brandt will das DFB-Pokalfinale in Berlin erleben

DFB-Pokal-Achtelfinale beim 1. FC Heidenheim: Julian Brandt will mit Bayer 04 nach Berlin

Julian Brandt von Bayer 04 Leverkusen träumt vom Finale des DFB-Pokals. Zunächst geht es für den 22-Jährigen und die Werkself aber am Dienstag im Achtelfinale zum 1. FC Heidenheim.

Es heißt, dass der DFB-Pokal der kürzeste Weg nach Europa sei – und rein mathematisch betrachtet stimmt das freilich. Die Gleichung ist simpel: Sechs Siege in dem Wettbewerb bringen nicht nur den Titel und reichlich Prestige, sondern auch die sichere Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb. Meist reicht dafür je nach Gegner die Finalteilnahme. Für Julian Brandt ist das Endspiel mit Bayer 04 ein großes Ziel. „Wir haben ja im letzten Jahr erfahren, wie schön es schon ist, im Halbfinale zu sein“, sagt er. „Nach Berlin zu kommen, ist immer ein Ziel.“

Damals stand allerdings der FC Bayern München im Weg. Die Partie endete mit einem 2:6-Debakel für die damals noch von Heiko Herrlich trainierte Mannschaft. Im legendären Olympiastadion stemmten letztlich aber die Frankfurter Eintracht den Pokal in die Höhe – unter anderem mit Torwart Lukas Hradecky, der nach dem Triumph zur Werkself wechselte und so zumindest seinen neuen Teamkollegen erzählen kann, wie der große Abend in Berlin war.

So weit ist Bayer 04 noch lange nicht. Im Grunde hat das Team von Trainer Peter Bosz erst knapp die Hälfte des Weges in die Bundeshauptstadt hinter sich. Der Oberligist 1. CfR Pforzheim (1:0) sowie Borussia Mönchengladbach (5:0) waren dabei keine Stolpersteine. Das soll freilich auch für den Zweitligisten 1. FC Heidenheim gelten, bei dem die Werkself am Dienstagabend um den Einzug in das Viertelfinale spielt (18.30 Uhr).

Brandt sieht in der Partie „eine große Chance, einen guten Schritt im Pokal zu machen.“ Mit Blick auf die nun beginnende heiße Phase der Saison forder er: „Wir müssen dran bleiben. Das sind jetzt wichtige Wochen“ Für Urlaub und etwaige Verschnaufpausen bleibe im Sommer noch genügend Zeit. Einen Spannungsabfall nach dem Sieg gegen München am Samstag befürchtet er nicht. „Wir sind im Pokal immer sehr fokussiert. Das ist bei unseren Zielen ganz oben.“ Vor dem Gegner kann der Nationalspieler nur warnen. „Es wird sehr, sehr schwer am Dienstag“, betont er Kampf und Leidenschaft seien die Mittel der Wahl. „Ich hoffe, dass die Jungs gut drauf sind, bin mir aber auch sicher, dass wir das schaffen“, sagt Brandt.

Sein Trainer wird das freilich gerne hören. Auch der Niederländer weiß um die Besonderheit von Pokalspielen – nicht nur wegen ihres gnadenlosen K.o.-Charakters. Die verletzten Kai Havertz (Hüftmuskulatur) und Lars Bender (Faserriss im Oberschenkel) können nicht dabei helfen, die nächste Runde des Wettbewerbs zu erreichen. „Es wird nicht einfach“, sagt Bosz. „Pokalspiele sind immer etwas Besonderes. Das wird auch in Heidenheim der Fall sein.“

(dora)
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